Testpflicht an Schulen

An den Eppsteiner Schulen testen sich die Kinder seit Montag selbst.Archiv-Foto: Ulrich Häfner

Mit dem Ende der Osterferien gilt auch an Eppsteins Schulen eine Testpflicht. Alle Schüler müssen seit Montag einen negativen Corona-Test vorweisen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können und müssen sich zweimal pro Woche selbst testen.

Deshalb verteilte der Kreis an allen Schulen ausreichend Selbsttests. Alle drei Schulen berichten, dass die Teststrategie erfolgreich gestartet sei. Unterstützt werden die Schulen dabei vom DRK-Ortsverband, der Paten für die einzelnen Schulen abstellt.

In der Freiherr-vom-Stein-Schule führten am Montag rund 150 Schülerinnen und Schüler den ersten Schnelltest in der Schule durch. Wie an der Comenius-Schule hat ein DRK-Helfer die Lehrerinnen und Lehrer in der letzten Ferienwoche geschult und Tipps für einen reibungslosen Ablauf gegeben. In der Burg-Schule begleitete DRK-Pate Stephan Racky die Klassen während der ersten Schultage sogar persönlich und gab insbesondere in den ersten und zweiten Klassen mit seinem Rat Sicherheit.

Selbsttests an Eppsteins Schulen

Wegen des Wechselunterrichts an den Grundschulen sind ohnehin nur die Hälfte der Kinder in den Grundschulklassen. Geduldig erklärten die Lehrer ihnen, wie sie mit Wattestäbchen, einem Röhrchen mit Pufferlösung hantieren und auf das Ergebnis warten. Die Eltern wurden vorab informiert und mussten eine Einverständniserklärung ausfüllen.

Eigentlich wollte der Kreis ein flächendeckende Teststrategie durch Partner wie Apotheken, Betreiber von Testzentren und Rettungsdiensten aufbauen. Das Pilotprojekt dazu an vier Schulen des MTK sei erfolgreich angelaufen, berichtete die Pressestelle des MTK, wurde aber am Montag durch die neue Testpflicht des Landes ersetzt. Die Selbsttests sind nicht unumstritten. Landrat Michael Cyriax appellierte daran, auf korrekte Anwendung der Tests zu achten, damit das Ergebnis nicht verfälscht werde.

„Viele Eltern haben ihren Kindern den Schnelltest zu Hause erklärt und beispielsweise mit einem Wattestäbchen die Handhabung ausprobiert“, berichtet Rektor Clemens Remsperger von der Burg-Schule. Beim ersten Selbsttest an der Schule durften Eltern nur in wenigen Ausnahmen dabei sein. Einige Kinder brachten negative Testergebnisse eines offiziellen Testzentrums in die Schule mit. Auch das sei erlaubt, wenn die Testergebnisse nicht älter als 72 Stunden sind, sagt Remsperger.

Der Aufwand sei enorm, sagt Remsperger, bis für jedes Kind die entsprechende Erlaubnis vorliege und es tatsächlich zweimal pro Woche getestet sei. Aber er lohne sich, ist der Schulleiter überzeugt, „wenn wir auf diese Weise die Schule offen halten können“, meint der Rektor mit Blick auf die Inzidenz im Main-Taunus-Kreis. Am Montag lag sie bei 130 und am Dienstag bei 128. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ab welchem Inzidenzwert Schulen wieder schließen müssen: Bisher liegt der Grenzwert bei 200, sollte das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft treten, sinkt die Inzidenz auf 165.

Mit dem Wechselunterricht hätten sich Kinder, Eltern und Lehrer recht gut arrangiert, „wir machen das Beste draus“, sagt Remsperger, den Kindern tue es offensichtlich gut, in kleinen Gruppen zu lernen: „Sie sind sehr aufmerksam und offen, möglicherweise weil sie weniger von Schulkameraden abgelenkt werden“, sagt Remsperger. bpa

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