Eppstein auch 2025 wieder sicherste Stadt im MTK

Polizeibeamte auf dem Bergfried von Burg Eppstein mit Blick über die Altstadt. Foto: Stadt Eppstein

Polizeibeamte auf dem Bergfried von Burg Eppstein mit Blick über die Altstadt. Foto: Stadt Eppstein

Die polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 weist für den Main-Taunus-Kreis insgesamt 12 031 Straftaten auf, das ist ein Anstieg um 1319 Taten, also um mehr als zehn Prozent im Vergleich zu 2024. Das entspricht außerdem knapp einem Fünftel aller Straftaten im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Westhessen,...

... das neben dem MTK zuständig ist für den Hochtaunuskreis, den Kreis Limburg-Weilburg, den Rheingau-Taunus-Kreis und für die Landeshauptstadt Wiesbaden.In diesem Gebiet leben insgesamt rund 1,1 Millionen Einwohner, gut ein Fünftel davon im Main-Taunus-Kreis.

Im gesamten Gebiet der Polizei Westhessen registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 56 851 Straftaten, das ist ein Anstieg um rund 6 Prozent und entspricht einer Häufigkeitszahl von 5037 für das gesamte Gebiet. Sie ist nahezu identisch mit der Häufigkeitszahl für den Main-Taunus-Kreis. Die Häufigkeitszahl errechnet sich aus der Menge der Straftaten, umgerechnet auf 100 000 Einwohner. Der sicherste Kreis ist demnach der RTK mit einer Häufigkeitszahl von 3036.

Trotz des leichten Anstiegs der Zahlen liegen die Werte für Westhessen immer noch deutlich unter dem hessenweiten Wert von 6002, erläuterte Polizeipräsident Björn Gutzeit bei der Vorstellung der Statistik für 2025. Die Aufklärungsquote im Präsidium Westhessen ist ebenfalls leicht gestiegen um 2,7 Prozent: 58,1 Prozent der erfassten Straftaten wurden 2025 aufgeklärt. Hessenweit liegt der Durchschnitt bei 61,1 Prozent.

Im Main-Taunus-Kreis wurden 6932 Straftaten aufgeklärt, das entspricht 57,6 Prozent und einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit 53,3. Insgesamt ist die Aufklärungsquote jedoch niedriger als im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Westhessen.

Im Main-Taunus-Kreis liegt Eppstein auf Rang eins und war wie schon im vergangenen Jahr wieder die sicherste Stadt im gesamten Kreis – allerdings mit einem Wermutstropfen: 395 Straftaten wurden im vergangenen Jahr in der Burgstadt erfasst, das ist ein Anstieg um 13,2 Prozentpunkte im Vergleich zu 2024.

Wie Bürgermeister Alexander Simon von der Polizei erfuhr, wurden 2025 in Eppstein 235 Delikte wurden aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag damit bei 59,5 Prozent, also etwas höher als im Kreisvergleich. Auffallend ist in Eppstein die Zunahme von Straftaten die sich gegen Personen richten: Häufigste Straftat war die Körperverletzung. 44 Fälle wurden erfasst, davon konnten 43 Fälle aufgeklärt werden. An Stelle zwei folgen 28 Fälle von Bedrohungen, die ebenfalls aufgeklärt wurden. Es gab 28 polizeilich angezeigte Beleidigungen, von denen 24 Fälle aufgeklärt wurden. 25 Fahrzeuge wurden gestohlen. Von diesen Fällen wurden nur zwei aufgeklärt. Von 24 polizeilich erfassten Sachbeschädigungen wurden fünf aufgeklärt.

Die Häufigkeitszahl von 3022 für Eppstein ist die niedrigste im Main-Taunus-Kreis und weist Eppstein als sicherste Stadt im Kreis aus. Liederbach liegt mit 3218 an zweiter Stelle der sichersten Kommunen im Kreis.

Am anderen Ende der Skala der Häufigkeitszahlen rangiert Sulzbach mit 9959 an oberster Stelle – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2025, als die Gemeinde noch 7998 Straftaten pro 100 000 Einwohner verzeichnete. Eine deutliche Zunahme der Straftaten ist auch in Eschborn erkennbar. Die Häufigkeit der Straftaten stieg von 6909 auf 9039.

Sorge bereitet den Beamten der Anstieg von Straftaten gegen Einsatzkräfte: 2025 wurden im Gebiet Westhessen 630 Mitarbeiter der Polizei verbal oder tätlich angegriffen und 19 Menschen von Feuerwehr oder Rettungsdiensten.

Gewalt als gesellschaftliches Phänomen betrachtet die Polizei in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen. Die Zahl der Körperverletzungen stieg um 19,3 Prozent auf 7470 Fälle an. Die Zunahme liegt deutlich über dem Hessen-Durchschnitt (+5,3). Die Aufklärungsquote ist mit über 90 Prozent sehr hoch.

Die offizielle Zahl von Fällen Häuslicher Gewalt ist um 393 auf 2320 Fälle deutlich gestiegen. Dennoch spiegele sich in dieser Zahl, so die Leiterin der Einsatzabteilung, Stefanie König, nicht die tatsächliche Situation wider. Gewalt in Partnerschaften würde trotz vieler Aufklärungskampagnen nur selten angezeigt.

Dabei wolle die Polizei den Opfern ein klares Signal geben, dass sie nicht allein seien. Das Polizeipräsidium engagiere sich neben der Strafverfolgung auch in der Opferbetreuung und in präventiven Veranstaltungen. bpa

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