Mit Besucherrekord in die Sommersaison

Fürs Sommerprogramm verantwortlich sind: Alexander Simon, Dorothea Lindenberg (Design), Susanne Völker (Kulturfonds), Andrea Sehr, Monika Rohde-Reith, Horst Winterer, Christine Baum und Juliane Rödl (v.li.). Foto: Beate Schuchard-Palmert

Fürs Sommerprogramm verantwortlich sind: Alexander Simon, Dorothea Lindenberg (Design), Susanne Völker (Kulturfonds), Andrea Sehr, Monika Rohde-Reith, Horst Winterer, Christine Baum und Juliane Rödl (v.li.). Foto: Beate Schuchard-Palmert

Mit einem Besucherrekord startete Museumsleiterin Monika Rhode-Reith in die neue Burgsaison: …

… 112 Gäste hatten sich zum Osterspaziergang am Ostermontag angemeldet – „die stärkste Teilnehmerzahl aller Zeiten“, freute sich die Archäologin, die am Ostersonntag die Besuchertraube vom Bahnhof durch die Altstadt bis zum dramatischen Höhepunkt der Osterführung, einem mit Degen ausgetragenen Duell im Ostzwinger, leitete.

Schon für kommenden Samstag ist das nächste Event auf der Burg angekündigt: Die Mittelalter-Kämpfer der Eppsteiner Rotte des Burgvereins, treffen sich von 11 bis 15 Uhr zum Training mit Schaukämpfen. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht, denn die Burg ist wie immer am Wochenende geöffnet. Allerdings gibt es keine Bewirtschaftung – sondern einfach nur eine Vorführung mittelalterlicher Ausrüstung und Kampftechniken.

Im Rahmen der Programmvorschau für die Events rund um die Burg, legte Rohde-Reith auch die Bilanz für das vergangenen Jahres auf der Burg vor: Zusammengerechnet kamen 2025 zu den Veranstaltungen auf der Burg knapp 6000 Besucher. Bei den Burgfestspielen zählten die Veranstalter 2589 Gäste. Das Burgmuseum hatte an 211 Tagen geöffnet und zählte in dieser Zeit über 7000 Gäste und weitere 1109 zu den Führungen.

Damit der Besucherstrom auch 2026 nicht abreißt, hat die Stadt am Montag das neue Veranstaltungsprogramm vorgelegt. Das nächste Großereignis kommt mit dem Radklassiker Eschborn-Frankfurt am Freitag, 1. Mai, in die Burgstadt. Gleich zweimal rauschen die Radprofis dabei übers Altstadtpflaster und zwischendurch die Amateurradfahrer. Der Gewerbeverein IHH und die städtische SWE GmbH organisieren das Streckenfest auf Werner- und Gottfriedplatz. Weinpresse, Eppstein Project, Mariam Syrische Spezialitäten, Container Cube und EppBräu bieten Speisen und Getränke an.

Weiter geht es am Samstag, 9. Mai, mit Kräuterfrau Gabriele Wittich, die unter dem Titel „Süßdolde und Eberraute“ die Teilnehmer zu den Heilkräutern in den Gärten der Burg führt. Am Tag darauf, Sonntag, 10. Mai, lohnt ein Abstecher nach Bremthal, wo der örtliche Vereinsring in der historischen Dorfmitte das Höfefest ausrichtet.

Schon am 14. Mai, dem Himmelfahrtstag, folgt das nächste historische Ereignis: Die Stadtwache tritt zu ihrem letzten Appell auf der Burg an, um ihr langjähriges Domizil, den Mainzer Keller, ganz offiziell an den Burgverein zu übergeben. In Anlehnung an das legendäre Prangerfest der Stadtwache baut der Burgverein noch einmal den Pranger auf und verabschiedet die Wache mit Salutschüssen.

Im Rahmen von World Design Capital ini­tiiert der Kulturfonds Frankfurt Rhein Main virtuelle Kunstausstellungen in sieben Kommunen des Main-Taunus-Kreises. In Eppstein heißt es deshalb am Samstag, 30. Mai, am Stadtbahnhof: „Hier, wo wir sind. Virtuelle Kunst ums Eck“.

Der 39. Eppsteiner Burg-Lauf startet am Freitag, 26. Juni, über die Länge einer altdeutschen Meile, umgerechnet 7,7 Kilometer. Die abwechslungsreiche Strecke rund um die Burg zieht Läufer und Läuferinnen aus der gesamten Region an. Schon am Tag darauf, 27. Juni, beginnen die Burgfestspiele. Die Burgschauspieler feiern Premiere ihres Stücks „Hotel Mimosa“ und holen mit der Verwechslungskomödie des Franzosen Pierre Chesnot „ein Stück Frankreich nach Eppstein“, so Regisseurin Juliane Rödl. Sie verspricht eine Aufführung voller spritziger Ideen mit herrlich komischen und aberwitzigen Situationen. Auf Wunsch von Bürgermeister Alexander Simon wollen die Burgschauspieler bis zur Premiere wieder einen speziellen Drink kreieren – Dem Vorjahresstück „Arsen mit Spitzenhäubchen“ gab der mit Sekt aufgefüllte Holunderwein am Ausschank der Burgschauspieler in der Juchhe eine ganz besondere Würze...

Festspiele, Konzerte und Party auf der Burg

Weiter geht es mit „Swinging in the mission of Sax“ am Samstag, 11. Juli, mit den neun Saxophonisten von „No Sax No Fun“ aus Veldenz an der Mosel – eine Entdeckung des Kulturkreises, der die Band für die Burgfestspiele nach Eppstein holt, so Chef Horst Winterer. Auch das Kindertheater, diesmal das Märchen von Rapunzel als Puppenspiel vom Theater Laku Paka, engagiert der Kulturkreis für die Festspiele. Im Zentrum der Aufführung am 12. Juli, steht ein überdimensionaler, geheimnisvoller Mantel. Er wird zu Rapunzels Zwingturm. Kragen, Ärmel und Manteltaschen werden zur Bühne und zu geheimen Gängen, die Seitentasche zum Salatgärtchen.

Verdis Oper „La Traviata“ ist ein weiterer Höhepunkt der Burgfestspiele. Die Opera Classica Europa inszeniert am 18. Juli die tragische Liebesgeschichte mit internationalen Gesangssolisten, Chor und Orchester vor der Kulisse der Burg.

Kabarett auf dem Burghof bietet Roberto Capitolini am Freitag, 24. Juli. Mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ entführt die Dramatische Bühne Frankfurt am 25. Juli die Zuschauer in ferne Zeiten, als Elfen und Geisterwesen in den Wäldern hausten. Mit dem zauberhaften Spiel um Liebeswirren, unerfüllte Sehnsucht und Zaubermächte gehen die Burgfestspiele zu Ende.

Die gute Nachricht für Eppstein: Der Kino-Sommer wird am 31. Juli und 1. August fortgesetzt, der frühere Betreiber des Kino Kelkheim hat sich selbstständig gemacht mit Open Air-Filmvorführungen. Die Titel der Filme werden kurzfristig festgelegt.

Mit einem neuen Format will der Eppsteiner Lions Club frischen Wind auf die Burg bringen: Beim „Diner en Blanc“ am Samstag, 8. August, werden die Gäste gebeten, selbst für das Essen zu sorgen und alle in Weiß gekleidet zu erscheinen. Getränke schenkt der Lions Club aus. Die Einnahmen aus Ticket- und Getränkeverkauf will der Lions Club verdoppeln und für wohltätige Zwecke spenden.

Mit dem Burgfest feiert der Burgverein seine größte Veranstaltung im Jahr: Am Freitag lassen Stadtwachenhauptmann Klaus Wilke und der Historiker Bertold Picard in ihrem Vortrag in der Kemenate noch einmal die Stadtwache aufleben. Samstagabend ist Party auf der Burg mit Musik, Speis und Trank. Am Sonntag öffnet die Burg für das Familienfest um 11 Uhr. Der Kinder-Flohmarkt in der Wooganlage öffnet schon um 9 Uhr.

Im September richtet die Fairtrade-Gruppe ein Altstadtfrühstück aus. Der Verschönerungsverein will nach einigen Jahren Pause am ersten Septembersonntag wieder sein Kaisertempelfest veranstalten, eine Woche darauf organisiert der Gewerbeverein sein Weinfest in der Altstadt. Beim Herbstmarkt auf der Burg lädt Kräuterhexe Gabriele Wittich zur Kräuterernte ein unterm Motto „Alles muss raus!“. Rundgang und Weinverkostung auf der Burg organisiert die Archäologin Maria Antonia Speck, Märchenfee Sonja von Saldern Märchenführungen in den Sommer- und Gespensterführungen in den Herbstferien.

Im Oktober lädt die Stadt zu vier Lesungen im Rahmen von Leseland Hessen ein. Mit dem Herbstspaziergang in die Geschichte des Jahres 1926 geht die Sommersaison auf der Burg zu Ende und mit den vier Adventsfensteröffnungen in der Wooganlage und dem Weihnachtsmarkt der Veranstaltungskalender für 2026.

Ohne die Unterstützung vieler Vereine, Organisationen sei ein solcher Veranstaltungsreigen nicht möglich, loben Bürgermeister Alexander Simon und Erste Stadträtin Andrea Sehr. Jeder Helfer trage dazu bei, „dass wir uns von Ostern bis Weihnachten immer wieder in geselliger Runde treffen und schöne Momente erleben“, betonten die beiden.

Die Broschüre mit sämtlichen Terminen und Vorverkaufsstellen liegt dieser Ausgabe der Eppsteiner Zeitung bei.bpa

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