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Mehr Kinder als freie Kita-Plätze

Die aktuellen Zahlen über Kindergartenplätze und Kinder, die in diesem Jahr in den Kindergarten kommen, liegen vor und werden in der nächsten Woche im Sozialausschuss diskutiert. Im Januar wurden Eltern aufgefordert, ihre Kinder für das nächste Kindergartenjahr anzumelden, das am 1. September beginnt.

Im Kindergartenjahr 2017/18 werden 130 Plätze frei. Benötigt werden nach ersten Berechnungen jedoch Plätze für rund 160 Kinder. Insgesamt bieten die beiden städtischen, drei kirchlichen und eine freie Einrichtung 426 Plätze für 458 Kinder im Kindergartenalter an.

Kita-Plätze: In Vockenhausen gibt’s besonders viele Kinder

Bei den Planungsgesprächen mit allen Kindertagesstätten in Eppstein wurde die Zahl der freien Kita-Plätze und der Kinder erfasst, die im Laufe des Jahres drei Jahre alt werden: Im ersten Halbjahr 2017 feiern 60 Eppsteiner Kinder ihren dritten Geburtstag und haben damit einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Allerdings waren im Januar nur 33 Plätze frei, die an bereits angemeldete Kinder vergeben werden. In der Zeit vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 werden weitere 114 Kinder drei Jahre alt. Die Stadt hat bisher die Erfahrung gemacht, dass etwa 85 Prozent der Kinder eines Jahrgangs in einem Kindergarten in Eppstein angemeldet werden. Daraus errechnete die Stadt einen Bedarf von rund 160 Plätzen für das Kindergartenjahr 2017/ 2018.

Nicht vorhersehbar sei beispielsweise, so Bürgermeiste Alexander Simon, wie viele Eltern es vorziehen, ihre Kinder in anderen Städten anzumelden, beispielsweise in Betriebskindergärten oder in Einrichtungen in der Nähe ihrer Arbeitsstätte.

Der Bedarfsplan gebe Anhaltspunkte, ändere sich aber laufend. Erfahrungsgemäß gebe es eine große Fluktuation, sagt Simon: „Einige Familien ziehen weg, andere kommen hinzu.“ Einige Kinder gehen noch nicht direkt nach ihrem dritten Geburtstag in den Kindergarten. Die Zahl der Kann-Kinder, die doch noch eingeschult werden und Plätze frei machen, stehe auch noch nicht fest. „Da ist noch sehr viel in Bewegung“, fasst die zuständige Mitarbeiterin der Stadt, Kirsten Carstens, zusammen.

Im vergangenen Jahr lagen im Frühjahr deutlich mehr Anmeldungen vor als Plätze zur Verfügung standen. Insbesondere in Niederjosbach und in Vockenhausen gab es mehr Kinder als Kindergartenplätze. Das lag unter anderem am Zuzug junger Familien im Neubaugebiet Hollergewann und in Vockenhausen. Noch im Juli hatten Eltern in Vockenhausen und Ehlhalten keine Gewissheit, ob ihr Kind einen Platz in Vockenhausen oder Niederjosbach erhalten würde. Die Situation hat sich inzwischen entspannt. Alle Kinder haben laut Simon inzwischen einen Kindergartenplatz – entweder in einer Einrichtung in einem anderen Stadtteil – oder nach einer Wartezeit in der Wunscheinrichtung.

Die Zahl der Kindergartenplätze entspricht in fast allen Stadtteilen nahezu der Zahl der Kinder dort im Kindergartenalter. Auch in Niederjosbach hat sich die Situation entspannt. Nur in Vockenhausen gibt es auch in diesem Jahr wieder deutlich mehr Kinder als Kita-Plätze am Ort: 46 Kinder werden im Laufe des Jahre drei Jahre alt. Der Jahrgang der Sechs- und Sechseinhalbjährigen, die im Laufe des Kita-Jahres schulpflichtig werden, ist mit 27 Kindern nicht einmal halb so groß. Insgesamt gibt es 154 Kindergartenkinder in Vockenhausen aber nur 108 Kita-Plätze. Die Stadt will deshalb den ursprünglich nur für ein Jahr abgeschlossenen Vertrag für eine weitere Gruppe in der katholischen Kita verlängern. Gefragt sind außerdem die Plätze im Montessorihaus in Ehlhalten, das Kinder aus allen Stadtteilen aufnimmt. Auch der evangelische Kindergarten in Eppstein ist bei Vockenhäuser Eltern beliebt.

Carstens ist zuversichtlich, dass es in diesem Jahr keinen vergleichbaren Engpass wie im vergangenen Jahr gibt. Größere Baugebiete und damit mehr junge Familien erwartet Bürgermeister Alexander Simon erst im Laufe des kommenden Jahres, wenn die ersten Häuser Auf dem Bienroth bezugsfertig und die Häuser in den Amtmannswiesen bewohnt sind. Diese Baugebiete fließen in den nächsten Drei-Jahresplan für die Kindergartenentwicklung ein. „Den können wir aber erst im Laufe des Sommers erarbeiten, wenn die Plätze für das kommende Jahr vergeben sind.“ Bis dahin, das weiß Carstens aus Erfahrung, könne sich noch vieles ändern.   bpa

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