Konstantin Piotrowski neuer Fraktionschef der CDU

Konstantin Piotrowski

Konstantin Piotrowski

Die Eppsteiner CDU hat ihre ersten Personalentscheidungen getroffen: In der ersten Fraktionssitzung nach der Kommunalwahl haben die neuen Mitglieder Konstantin Piotrowski zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Er ist Nachfolger von Dirk Büttner, der in Liederbach bei der Bürgermeisterwahl als Direktkandidat antritt und deshalb nicht für die Stadtverordnetenversammlung in Eppstein kandidierte. Der 35-jährige Sportwissenschaftler wurde einstimmig in geheimer Wahl gewählt. Seine Stellvertreter sind Franziska Sehr und Guido Ernst, Beisitzerin ist Martina Smolorz.

Beruflich arbeitet Piotrowski als Referent für Sportpolitik beim Landessportbund Rheinland-Pfalz. Er ist verheiratet und lebt in Bremthal, wo er aufgewachsen ist. Schon sein Vater Christoph war bei der Eppsteiner CDU und einige Jahre Ortsvorsteher von Bremthal. Auch Piotrowski ist schon seit 2013 in der Stadtverordnetenversammlung und leitete in der vergangenen Wahlperiode den Sozial- und Kulturausschuss. Seit 2021 ist er Mitglied im Ortsbeirat und gehört dem Gremium auch in der neuen Wahlperiode an.

In seiner Freizeit treibt Piotrowski viel Sport. Unter anderem ist er Vorsitzender des Vereins Wurfkollektiv Eppstein, der, wie berichtet, die Sportart Discgolf bekannter machen möchte. Dabei muss ein Parcours mit einer Frisbeescheibe zurückgelegt werden.

In den kommenden Wochen hat Piotrowski vermutlich andere Prioritäten: Die CDU-Fraktion beansprucht als größte Fraktion in der neuen Stadtverordnetenversammlung den Auftrag, die Eppsteiner Politik zu gestalten für sich. Mit 15 Stadtverordneten stellt sie die meisten Mandatsträger, SPD und Grüne folgen mit Abstand mit je sieben Sitzen.

Deshalb gehe es nun darum, möglichst zügig eine neue Mehrheit zu bilden, ist sich Piotrowski mit CDU-Chef Christian Heinz einig. Am 23. April trifft sich die neue Stadtverordnetenversammlung zum ersten Mal. Bis dahin will die CDU mit allen anderen Fraktionen Gespräche führen. Als erstes dürfte ein Treffen mit dem bisherigen Koalitionspartner, den Grünen, anstehen. Auch eine Zusammenarbeit mit SPD oder FWG ist möglich.

Rein rechnerisch könnte auch ein Dreierbündnis mit SPD, Grünen und FWG entstehen. Das käme im, seit Gründung der neuen Stadt Eppstein CDU-regierten Städtchen einer Zeitenwende gleich. Zumindest die FWG signalisierte jedoch schon, dass sie inhaltlich der CDU näher sei als anderen Fraktionen. Auch mit der FDP will die CDU sprechen, obwohl eine Kooperation mit den Liberalen nicht für eine Mehrheit reichen würde.

In der Stadtverordnetenversammlung steht auch die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers oder der Stadtverordnetenvorsteherin an. In der Regel übernimmt ein Vertreter der stärksten Fraktion diese Aufgabe. Die bisherige Amtsinhaberin Andrea Sehr verabschiedete sich jedoch schon in der letzten Sitzung vor der Wahl, da sie im Februar ihre Stelle als Erste Stadträtin angetreten hat.

Die als aussichtsreiche Kandidatin gehandelte, bisherige Ortsvorsteherin von Eppstein, Eva Waitzendorfer-Braun, winkte auf Anfrage ab. Sie habe neue berufliche Aufgaben übernommen und sei seit einigen Monaten Vorsitzende der Bürgerstiftung und nehme auch dieses Amt sehr ernst. Deshalb kandidierte sie bei der Kommunalwahl bewusst auf einem der hinteren Listenplätze, wurde aber von den Wählern in der Stadtverordnetenversammlung und vor allem im Ortsbeirat auf vordere Listenplätze kumuliert. bpa

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