Für das gemeinsame Projekt schlossen die drei Kommunen schon 2024 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Regelung ihrer interkommunalen Zusammenarbeit. Der Vertrag sieht vor, dass Niedernhausen die Entwicklung des Windparks federführend in Abstimmung mit den beiden Partnerstädten koordiniert.
Die Synergieeffekte und Einsparungen durch eine zentrale Projektsteuerung honoriert das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz jetzt mit einer finanziellen Förderung. Den Förderbescheid über 75 000 Euro überreichte Staatssekretär Martin Rößler am Dienstagnachmittag den drei Vertretern der beteiligten Kommunen, Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig, Niedernhausen, Bürgermeister Alexander Simon aus Eppstein und Idsteins Erstem Stadtrat Wolfgang Müller.
Allein bei Personalkosten könnten durch die Zusammenarbeit rund 56 Prozent, fast 150 000 Euro, eingespart werden und weitere 66 000 Euro bei der externen Beratung.
Hinzu komme der Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft durch den geplanten Windpark, betonte Rößler. Bis 2030 sollen sich die Rotoren drehen. Bürgermeister Alexander Simon rechnet mit Investitionssummen von rund 30 Millionen Euro und einem jährlichen Ertrag für Eppstein von mindestens 800 000 Euro. Projektentwickler ist die Mainova. Aktuell werden Entwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge ausgearbeitet. Beim späteren Windpark sollen Bürger und Energiegenossenschaften die Möglichkeit erhalten, finanziell zu partizipieren.
Eppstein ist mit diesem Projekt Vorreiter für Windkraft im Main-Taunus-Kreis, wo sich, im Gegensatz zum benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis bislang noch kein einziges Windrad dreht.bpa


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