Fördermittel für gute Zusammenarbeit

Blick vom Wirtschaftsweg in der Eppsteiner Exklave Mark bei Oberjosbach Richtung Norden zur Windvorrangfläche. Auch auf der zerstörten Waldfläche darunter werden noch keine Pionierbäume gepflanzt, bevor klar ist, wo die Zufahrt zum neuen Windpark verläuft.

Blick vom Wirtschaftsweg in der Eppsteiner Exklave Mark bei Oberjosbach Richtung Norden zur Windvorrangfläche. Auch auf der zerstörten Waldfläche darunter werden noch keine Pionierbäume gepflanzt, bevor klar ist, wo die Zufahrt zum neuen Windpark verläuft.

Niedernhausen, Eppstein und Idstein arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines Windparks. Auf einer Windvorrangfläche, die anteilig allen drei Kommunen gehört, sollen bis 2030 voraussichtlich sieben Windräder zur Energieerzeugung errichtet werden, zwei bis drei davon auf dem Eppsteiner Grundstück.

Für das gemeinsame Projekt schlossen die drei Kommunen schon 2024 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Regelung ihrer interkommunalen Zusammenarbeit. Der Vertrag sieht vor, dass Niedernhausen die Entwicklung des Windparks federführend in Abstimmung mit den beiden Partnerstädten koordiniert.

Die Synergieeffekte und Einsparungen durch eine zentrale Projektsteuerung honoriert das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz jetzt mit einer finanziellen Förderung. Den Förderbescheid über 75 000 Euro überreichte Staatssekretär Martin Rößler am Dienstagnachmittag den drei Vertretern der beteiligten Kommunen, Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig, Niedernhausen, Bürgermeister Alexander Simon aus Eppstein und Idsteins Erstem Stadtrat Wolfgang Müller.

Allein bei Personalkosten könnten durch die Zusammenarbeit rund 56 Prozent, fast 150 000 Euro, eingespart werden und weitere 66 000 Euro bei der externen Beratung.

Hinzu komme der Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft durch den geplanten Windpark, betonte Rößler. Bis 2030 sollen sich die Rotoren drehen. Bürgermeister Alexander Simon rechnet mit Investitionssummen von rund 30 Millionen Euro und einem jährlichen Ertrag für Eppstein von mindestens 800 000 Euro. Projektentwickler ist die Mainova. Aktuell werden Entwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge ausgearbeitet. Beim späteren Windpark sollen Bürger und Energiegenossenschaften die Möglichkeit erhalten, finanziell zu partizipieren.

Eppstein ist mit diesem Projekt Vorreiter für Windkraft im Main-Taunus-Kreis, wo sich, im Gegensatz zum benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis bislang noch kein einziges Windrad dreht.bpa

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