Gospel-Workshop in Emmaus: „Das war Feuerwerk“

Kraftvoll, charismatisch, mitreißend: Adrienne Morgan Hammond kitzelte das Äußerste aus den Worksho-Teilnehmern bis der Funke aufs Publikum übersprang.Foto: Helga Mischker

Kraftvoll, charismatisch, mitreißend: Adrienne Morgan Hammond kitzelte das Äußerste aus den Worksho-Teilnehmern bis der Funke aufs Publikum übersprang.Foto: Helga Mischker

Sie fasziniert mit ihrer kraftvollen und zugleich warmen Stimme, Rhythmusgefühl und Ausdrucksstärke: Adrienne Morgan Hammond.

Am vergangenen Wochenende war sie wieder einmal in Emmaus zu Gast und leitete – gemeinsam mit ihrem Mann Marco am Piano – den Gospelworkshop mit 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

„Am Freitag hatten sie schon innerhalb einer Stunde ein Stück vielstimmig einstudiert“, erzählte Organisatorin Sandra Rösner begeistert auf dem Abschlusskonzert am Sonntagnachmittag.

Adrianne, in Kalifornien geboren und mit den Klängen von Soul, Gospel und Jazz aus New Orleans aufgewachsen, brachte an nur zwei Tagen den Chor in Hochform. Dank ihres ausgezeichneten Gehörs und ihrer mitreißenden Art kitzelte sie das Äußerste aus den Stimmen der Teilnehmer heraus: Ein dünnes Stimmchen ertönte plötzlich in vollem Klang.

„Die Stimmung war gut und wir haben viel gelacht“, berichtete Adrianne im voll besetzten Saal vom Workshop und an das Publikum gerichtet: „Da wo ich herkomme, ist der Gottesdienst ‚a little bit‘ anders, hier dürfen alle klatschen und mitgehen“.

Nach dem mehrstimmigen „Powerkracher“ „Glory to God Allmighty“ sprang der Funke über. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und sang tanzend und klatschend mit bei „Swing low sweet chariot“ und später – sehr stimmungsvoll – „Go tell it on the mountains“.

Die Stücke waren professionell und vielseitig arrangiert. Das Lied „I love Jesus“ sang Adrianne beispielsweise mit dem Chor auf traditionelle Art im Wechsel.

Im Duo sangen die beiden Hammonds „Mad World‘“ von Gary Jules. Danach rief Adrianne ihren „Mini-Chor“ auf den Plan, bestehend aus den Workshop-Teilnehmern Vanessa, Marion und Claus-Jürgen, mit denen sie „I call you faithfull“ geübt hatte. Sie hielt Marion während ihres Solos sanft im Arm und gab ihr Kraft. Der Mini-Chor erntete viel Beifall, auch die beiden Gospel-Schüler Benjamin und Christof überzeugten jeweils mit ihrem Solopart bei „The storm is over“. Zum Finale gab es einen dreistimmigen Kanon „Take me to the water“ – „das war Feuerwerk“ rief Adrianne ins begeistert applaudierende Publikum.

Rund zehn Männer waren beteiligt, darunter auch Peter Smith als Percussionist. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kam aus Eppstein und Umgebung, die andere aus dem ganzen Land, eine Teilnehmerin sogar aus Österreich. Die jüngste Gospel-Sängerin war 13 Jahre alt, die Älteste über 80 wie beispielsweise Gisela Sachse aus Köln. In Begleitung ihrer Freundin aus Lüneburg und mit Hilfe ihres Mannes Günter nimmt sie schon seit Jahren an den Workshops in Eppstein teil, seitdem Adrianne nicht mehr in Köln unterrichtet. Hinter der Seniorin lag ein strammes Programm. Schon am Morgen trat der Chor im Gottesdienst auf und absolvierte vor dem Abschlusskonzert eine weitere Übungseinheit.

Rösner, die gemeinsam mit Hilke Hochbaum-Kottig und Petra Rosner nach dem Rückzug des „alten“ Teams den Workshop dieses Jahr zum ersten Mal vorbereitete, will auch im nächsten Jahr die Organisation übernehmen. Dabei möchte sie den Wünschen der Teilnehmenden wieder entgegenkommen und den Workshop wie dieses Mal im Frühjahr veranstalten. „Auch aus theologischer Sicht ist der Sonntag Lätare, das kleine Osterfest in der Mitte der Passionszeit, wunderbar geeignet für das Vorhaben, den Gottesdienst mit Gospelmusik zu bereichern.“ mi

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