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Die Viertklässler gehen wieder zur Schule – mit Abstand

Sehr diszipliniert begann für die Viertklässler am Montag der Schulunterricht wieder.

Nach zweimonatiger Pause geht es an den Schulen schrittweise wieder in den Präsenzunterricht.

Für die Viertklässler und alle Jahrgänge der weiterführenden Schulen begann am Montag unter Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregeln der Schulunterricht in Hessen, so auch an den beiden Eppsteiner Grundschulen und an der Freihherr-vom-Stein-Schule. Pünktlich um 7.50 Uhr standen die Viertklässler der Comenius-Schule auf dem Schulhof. Endlich durften sie ihre Klassenkameraden und Lehrer wiedersehen und freuten sich auf vier Schulstunden mit den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht.

Doch schnell wird sichtbar, dass Schule nun ganz anders verläuft als gewohnt. Grüne Abstandsmarkierungen sind vor dem Eingang des Schulgebäudes angebracht. Dort stellen sich die Viertklässler auf und werden einzeln in ihre Klassenräume geschickt, wo die Tische nun mit Namen der Schüler versehen und mindestens 1,50 Meter voneinander entfernt stehen. „Höchstens neun bis zehn Kinder sind in einem Klassenraum“, erzählt Schulsekretärin Silke Schellin. „Bei drei 4. Klassen sind die Schüler in sechs Gruppen aufgeteilt. Und nach jedem Unterricht werden die Stühle und Tische desinfiziert.“ Seifen und Einmalhandtücher seien ausreichend vorhanden.

„Jede Gruppe hat eine Farbe“, erklärt Gabriel aus der 4c. „Ich bin in der dunkelblauen.“ Und damit man sich nicht über den Weg läuft, hat Hausmeister Reinhard Jungels ein Einbahnsystem vorbereitet. Vieles hat sich verändert, das selbstverständlich war, erzählt der Viertklässler weiter. So werde die Garderobe nicht benutzt, die Jacken werden über die Stühle gehängt. Vor dem Unterricht wäscht sich jeder die Hände. Stifte oder sonstiges Material wird nicht verliehen und Essen nicht geteilt oder getauscht.

Trotzdem freut Gabriel sich auf die Schule, denn in den vergangenen Wochen habe er seine Freunde vermisst und findet es einfach schön, alle wiederzusehen und gemeinsame Pausen zu haben. „Um sich alle mal wieder richtig anschauen zu können, haben sich die Klassen in der ersten Pause in einem großen Kreis, natürlich mit entsprechendem Abstand, aufgestellt“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Astrid Smith. „Und natürlich haben die Schüler erst einmal von sich erzählt.“

„Die vergangenen Wochen fühlten sich einfach seltsam an“, berichtete Schulleiterin Ines Völler vorige Woche noch vor dem Schulbeginn. „Im normalen Alltag hat immer wieder jemand hereingeschaut.“ Dann wurde es still, „in der Schule fehlt das Leben.“ Dabei gebe es genug zu tun, erklärte die Schulleiterin, die in den vergangenen Woche täglich in der Schule war. „Es gibt immer wieder etwas Neues, dass aus dem Boden gestampft werden muss“: seien es neue Regeln, die umgesetzt, oder Aufgaben, die in Form von Lernpaketen für die gesamte Schülerschaft vorbereitet werden mussten. „Andererseits ist die Schulgemeinschaft zusammengerückt. Mit Eltern haben wir nun mehr Kontakt. Und wir haben Glück. Wir können die neuen Regeln im neuen und großen Gebäude gut umsetzen und haben ein junges Kollegium.“ Die Notbetreuung findet seit Montag beispielsweise im Neubau statt und hat zur Orientierung pinkfarbene Abstandsmarkierungen.

Auch die anderen Schulen haben sich auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebs gut vorbereitet. In den vergangenen Wochen wurden die Vorgaben umgesetzt, erzählte Clemens Remsperger, der Schulleiter der Burg-Schule. Abstandsregeln wurden mit Hilfe von Klebebändern und Pfeilen sichtbar gemacht, Hinweisschilder aufgestellt, die Hygienemaßnahmen an die Eltern weitergegeben. Montagmorgen sei wie ein Schulanfang gewesen, resümierte er. „Alle waren gespannt, wie es wird. Und den Kindern ging es genauso.“ Viel Raum nahm das Händewaschen ein, genauso das Erzählen und Besprechen der neuen Regeln. „Für alle war es eine besondere Situation. So waren dann auch alle beruhigt zu sehen, dass es klappt.“ In den Pausen verteilen sich die Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Pausenecken. „Die Kinder sind sehr diszipliniert“, sind sich die Schulleiter einig. Die Eltern haben ihre Kinder auf die neue Situation gut vorbereitet.

Mit den neuen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln kehren ab dem 2. Juni auch die 1. bis 3. Klassen in die Grundschule zurück. pw

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