Auch das gab’s 2020: Lichter der Hoffnung

Zur Lichterfahrt starteten am Abend vor Heilagabend die geschmückten Traktoren am Eppsteiner Stadtbahnhof.

Zu einer Traktorparade mit weihnachtlich geschmückten Fahrzeugen trafen sich gut 20 Landwirte aus Eppstein und Nachbarorten am Tag vor Heiligabend. Der leuchtende Lindwurm startete bei Einbruch der Dunkelheit am Stadtbahnhof.

Traktoren zwängten sich im Schritttempo durch die enge Altstadt, fuhren im Konvoi über Vockenhausen, Ehlhalten und Niederjosbach zum Bremthaler Bahnhof.

Unterwegs säumten viele Menschen die Straßen und jubelten dem Weihnachtskorso zu. Die Idee für das Lichterspektakel kurz vor Weihnachten hatte der Niederjosbacher Michael Bendl, der sie gemeinsam mit Bremthals Ortsvorsteher Guido Ernst innerhalb von nur zwei Tagen umsetzte: „Montags haben wir die Anfrage in den sozialen Netzwerken gestartet und noch am gleichen Tag meldeten sich rund 20 Mitstreiter“, sagte Ernst. Er holte eine Wagenladung voll Lichterketten bei einem Großhändler ab – „auf Kommission und zu einem Vorzugspreis“, so Ernst.

Noch am Montag wurden die Traktoren und Unimogs auf Hochglanz gebracht, dienstags wurden sie geschmückt: Von der Felge bis zum Fahrerhaus wurden Lichterketten angebracht, einige trugen sogar leuchtende Tannenbäume auf Kühlerhaube oder Schaufel. „So sieht Zusammenhalt in Eppstein aus“, lautete Ernsts Fazit. „Wir haben den Menschen offensichtlich Licht und Freude gebracht“, beobachtete er weiter. Er habe viele leuchtende Kinderaugen gesehen. Das allein sei die Mühe wert, waren er und seine Mitstreiter sich einig.

Ein wenig Imagepflege sei auch dabei, räumte Ernst ein. Mit ihrem Lichterkonvoi wollten die ortsansässigen Landwirte um Verständnis dafür werben, dass sie im Sommer mit ihren großen Fahrzeugen Feldwege und Zufahrten zu Feldern und Wiesen als Arbeitswege nutzen und dabei Spaziergänger stören.

Ernst lobte, dass so viele Landwirte spontan den zusätzlichen Aufwand auf sich nahmen: „Ohne sie wäre nichts gelaufen“. Die meisten würden auch wieder mitfahren, sagt Ernst: „So hat das Corona-Jahr vielleicht sogar eine neue Tradition hervorgebracht.“bpa

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