Baumtelefon und Insektenhotel

Neues am Waldlehrpfad in Bremthal: Balancierbalken und Baumtelefon.Foto: privat

Wer Holz für den Bau eines Insektenhotels sucht, wird am Eingang zum Friedhof Vockenhausen in der Taunusstraße fündig. Revierförster Peter Lepke hat Baumscheiben schneiden und entrinden lassen und dort zum Abholen bereit gelegt.

Sie dürfen unentgeltlich mitgenommen werden, sollten aber für den Bau eines neuen Unterschlupfs für Wildbiene, Hummeln oder andere Insekten verwendet werden. Die Baumscheiben müssen mit Bohrlöchern versehen werden und werden entweder einzeln an einem sonnigen Platz im Garten oder an der Terrasse platziert oder in einer größeren Installation mit anderen Naturmaterialien wie Stroh oder Lehm kombiniert. In den Löcher legen bedrohte Arten wie die Wildbiene ihre Eier ab.

Ein sogenanntes Baumtelefon haben Mitarbeiter des Naturpark Taunus auf Anregung der Paten des Waldlehrpfads in Bremthal aus einer gefällten Fichte geschaffen. Den rund zehn Meter langen, entrindeten Stamm befestigten die Waldarbeiter mit stabilem Eisen auf zwei Stützen, damit er frei schwingen, aber nicht fortrollen kann. Kinder oder experimentierfreudige Erwachsene können nun über die Resonanz des Stammes mit Klopfen und Kratzen an einem Ende des Stammes Geräusche übertragen, die am anderen Ende gehört werden.

Baumpate Peter Lange, einer der Initiatoren des Baumtelefons am Waldlehrpfad, erklärt: „Die langen Holzfasern des Stammes übertragen die Schwingungen und sind zu hören, wenn man das Ohr an den Stamm anlegt.“ Schon seit Jahrhunderten werde Holz wegen seiner schalleitenden Eigenschaft für den Bau von Musikinstrumenten verwendet.

Schallwellen breiten sich im Holzstamm, einem elastischen Festkörper, deutlich schneller aus als in der Luft. Weil sich Schallwellen in gesundem Holz schneller ausbreiten als in geschädigtem oder hohlem Holz, kann man mit Hilfe der sogenannten Schalltomographie Baumschäden und -krankheiten feststellen oder die Standfestigkeit überprüfen.

Dazu werden die Unterschiede gemessen und grafisch dargestellt. bpa

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