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Äpfel aus dem Schulgarten für die Pause

Hausmeister Reinhard Jungels verteilt die ersten Äpfel an die Schüler der Comenius-Schule.

„Gibt es heute wieder Äpfel?“ war in den vergangenen Tagen die häufigste Frage von Schülern an Reinhard Jungels, den Hausmeister der Comenius-Schule.

Drei Tage lang konnte sich jedes Kind in der ersten großen Pause einen Apfel aus den großen Körben nehmen, die der Hausmeister für die Kinder in den Aufenthaltsraum stellte.

Die rot-grünen Äpfel stammten von den Apfelbäumen der Schule, die Reinhard Jungels an einem Samstag zuvor geerntet hat. „Das sind die Äpfel von unseren erwachsenen Bäumen“, erklärte der Hausmeister. Der eine grenzt direkt an den Schulgarten an, der andere steht hinter dem Multifunktionsplatz. „In diesem Jahr waren die Bäume mit Äpfeln voll behangen, durch die andauernde Hitze aber schon früh reif“, erklärte Jungels. Viele Äpfel seien durch den Hitzestress zu früh abgefallen.

Am Hang hinter dem Schulgarten stehen auch fünf junge Obstbäume. Hausmeister Reinhard Jungels stiftete sie vor zwei Jahren. Vor dem Pflanzen ließ er sich vom Niederjosbacher Obst- und Gartenbauverein beraten, erzählte er. Der Main-Taunus-Kreis bereitete das Gelände am Hang vor, lockerte die Erde und buddelte die Löcher, so dass Reinhard Jungels die jungen Obstbäume gut einpflanzen konnte. Damit die Bäumchen in aller Ruhe wachsen konnten, war die neue Streuobstwiese anfangs noch abgesperrt.

„Nicht jedes Kind ist gleich“, deshalb entschied sich der Hausmeister für fünf verschiedene Bäume. „Hier ist unsere Birne Helene“, zeigte er, etwas weiter ein Apfelbaum, ein Mirabellen- und Zwetschgenbaum sowie ein Kirschbaum oberhalb des Hangs, den Reinhard Jungels „Cherry Lady“ nennt. Vom etwa 1,60m hohen Pflaumenbaum habe er dieses Jahr 23 Früchte geerntet, freute sich der Hausmeister. Der junge Apfelbaum trug immerhin zwei Äpfel.

Die Kinder der Comenius-Schule freuten sich über die vielen Äpfel, die sie gerne verspeisten. Neun Äpfel blieben übrig, stellte Reinhard Jungels nach drei Tagen fest. Die Kinder haben mittlerweile gelernt, sorgsam mit der Streuobstwiese umzugehen. „Wenn sie die Äpfel ernten dürfen, wächst das Bewusstsein für die Natur. Wir versprechen uns davon einen nachhaltigeren Umgang mit unserer Streuobstwiese“, erklärte Schulleiterin Ines Völler.

Der Apfel sei bereits eines der ersten Themen im Sachunterricht der ersten Klassen. „Da ist es natürlich prima, wenn man die Äpfel aus dem Schulgarten auch verkosten darf“, weiß Ines Völler. Viele schöne Projekte rund um das Thema Streuobstwiese ließen sich auf dem eigenen Schulgelände verwirklichen.

Schließlich ist die Comenius-Schule eine vom Hessischen Kultusministerium zertifizierte gesundheitsfördernde Schule, die für die Kinder jährlich den „Tag der Gesundheit“ veranstaltet, bei dem es auch um gesunde Ernährung geht. Völler: „Da passt eine Apfelaktion natürlich gut.“ pw

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