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Die Digitalen Helden helfen bei Stress in sozialen Netzwerken

Die Digitalen Helden sind Schüler, die ihre Mitschüler im Umgang mit persönlichen Daten im Internet, in sozialen Netzwerken unterstützen wollen.

Es ist Mittwoch 14 Uhr, mitten in der achten Stunde.

Im Computerraum, Raum 123, der Freiherr-vom-Stein Schule (FvSS) sitzen Schüler aus dem 9. und 10. Jahrgang in ihrem Wahl-Pflicht-IT-Kurs und schauen auf die Monitore, tippen fleißig in die Tasten und beschäftigen sich mit Themen wie Datenklau, Cybermobbing oder What’s App Stress. Sie machen das nicht nur für sich. Laut Tim und Timo haben sie und dreizehn weitere Schülerinnen und Schüler sich zu „Digitalen Helden“ ausbilden lassen und wollen ihr Wissen an jüngere Schüler weitergeben. „Wir bereiten gerade für Februar eine Präsentation in den sechsten Klassen vor“, erzählen die beiden, „einige von uns sind noch in der Ausbildung.“ Ein T-Shirt mit dem Logo der „Digitalen Helden“ haben sie aber alle schon.

Im Online-Kursus des gemeinnützigen Mentorenprogramms der Digitalen Helden lernen die Schüler mithilfe von Videos, Aufgaben und Arbeitsmaterialien den bewussten Umgang mit dem Internet, sozialen Netzwerken und Grundkenntnisse über Datenschutz, Persönlichkeits- und Urheberrecht und zur Prävention von Cybermobbing. Sie erweitern ihr Wissen rund um die virtuelle Welt. Begleitet werden sie von Beratungslehrerin Kerstin Nürnberg und Schulsozialarbeiterin Anna Reinhardt.

„Das Projekt der Digitalen Helden bieten wir schon zum zweiten Mal an. Nachdem es im vorigen Jahr noch relativ neu und unbekannt war, haben sich die Anmeldungen in diesem Jahr übertroffen“, freut sich Kerstin Nürnberg, die auch Jugendmedienschutzbeauftragte der Schule ist, über die gute Resonanz. Der Bekanntheitsgrad des Schüler-hilft-Schüler-Projekts steigt. „123 Schulen nahmen im vorigen Schuljahr am Digitale-Helden-Mentorenprogramm teil“, erzählte Timo, der zum zweiten Mal mitmacht, „darunter 92 Schulen aus Hessen“. In diesem Schuljahr sind schon 161 Schulen aus noch mehr Bundesländern dabei.

Der Bedarf steigt; das verwundert nicht. Die meisten Schüler haben schon in der Grundschule ein Handy, ergab eine Umfrage im sechsten Jahrgang der Freiherr-vom-Stein Schule. „Wir haben auch gefragt, welche Programme benutzt werden“, sagen Tim und Timo. What’s App stehe ganz weit vorne, aber auch Instagram, Snapchat oder Tik Tok gehörten dazu. Doch wer kennt sich wirklich aus?

Da wollen Tim und Timo und ihre Mitstreiter ansetzen und die jüngeren Schüler im Umgang mit den verschiedenen Diensten sensibilisieren: Was veröffentliche im Internet? Welche persönlichen Infos gebe ich weiter? Wie geht What’s App mit meinen Daten um? Wie reagiere ich beispielsweise auf einen Kettenbrief?

„Wir wollen Vertrauen schaffen“, erklären die beiden Schüler weiter, „denn Schüler wollen meistens nicht mit Lehrern über solche Themen sprechen.“ Deshalb sind sie für alle Schüler der FvSS bei Fragen und Problemen rund um die Themen Datenschutz und Datenklau, Cybermobbing, What’s App Stress und Sexting erreichbar, jeden Mittwoch in der achten und neunten Stunde im Raum 123 oder demnächst auch über einen „Digitale Helden Briefkasten“. Statt eines „Kummerkastens“ neben dem Sekretariat „haben wir uns überlegt, dass wir mit der Zeit gehen und eine E-Mail-Adresse einrichten“, sagt Kerstin Nürnberg. Auch sei geplant, dass die Gruppe sich beim nächsten Tag der offenen Tür vorstellt. pw

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