Home | Politik und Wirtschaft

Trinkwasser trotz Trockenheit gesichert

Blick in einen Hochbehälter der Stadt Eppstein

Die andauernde Trockenheit macht der Natur zu schaffen. Auch die Pegel der Bäche sind niedrig. Wegen der anhaltenden Trockenheit hat das Regierungspräsidium Darmstadt jetzt bis auf Weiteres verboten, das Wasser aus den Bächen im Main-Taunus-Kreis und den angrenzenden Regionen zu entnehmen.

Seit Februar sind laut dem Hessischen Landesamt für Naturschutz nur zwei Drittel der üblichen Niederschlagsmenge gefallen. Vor allem im Juni hat es nicht einmal halb so viel geregnet wie im langjährigen Mittel. Der Wasserstand ist in vielen Bächen extrem gesunken.

Die Trinkwasserversorgung sei von der Dürre noch nicht beeinträchtigt, berichtet Ernst-Ludwig Abel, der bei der Stadt für die Wasserbeschaffung zuständig ist.

Die zwölf Eppsteiner Brunnen liegen in gut 90 Meter tiefen Bodenschichten, außerdem speichern die schweren Böden im Taunus das Wasser lange. Vor allem aber habe es, anders als in den besonders von der Dürre betroffenen Regionen im Norden und Osten der Bundesrepublik noch bis vor vier Wochen geregnet. Auch der regenreiche Winter habe dazu beigetragen, den Boden zu sättigen. Lediglich an oberflächennahen Trinkwasserquellen gebe es weniger Wasser als sonst. „Das ist aber im Sommer durchaus normal“, sagt Abel. So versorgt zwar eine Quelle auf Niederjosbacher Gemarkung den Tiefbrunnen in der Steinbach in Vockenhausen mit Wasser. Sie falle aber bei der Gesamtversorgung kaum ins Gewicht.

Auch von den Wassergewinnungsanlangen am Rhein, von denen Eppstein etwa ein Drittel seines Wassers bezieht, gebe es noch keine Warnung. Der Wasserstand des Rheins sei zwar niedrig, aber noch nicht besorgniserregend.

Mit Versorgungsengpässen rechnet Abel derzeit noch nicht. Er hoffe dennoch, dass die Trockenheit nicht bis zum Ende des Sommers anhält und mahnt: „Wasser ist ein kostbarer Rohstoff, mit dem wir verantwortungsvoll und sparsam umgehen sollten.“ Er selbst sprenge seinen Rasen alle paar Tage, allerdings mit Regenwasser, das er in einer Zisterne auffängt. „Die Anschaffung lohnt sich“, sagt er, dank der Regenfälle im Frühsommer sei die Zisterne noch immer halb voll. bpa

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Wolfgang Kupfer hat nicht nur eine Meise
1 Woche 6 Tage
Vier Eppsteiner Erzbischöfe und ihr Ringen um …
3 Wochen 6 Tage
Vier Eppsteiner Erzbischöfe und ihr Ringen um …
5 Wochen 6 Tage
Hochzeitskulisse wird zur ständigen Heimat
12 Wochen 3 Tage
Auf Postkarten durchs historische Eppstein …
12 Wochen 3 Tage
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert