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Erlös soll Etat ausgleichen

Im Baugebiet InNatura 2020 Auf dem Bienroth werden die neuen Eigenheime in die Höhe gezogen.Foto: Beate Palmert-Adorff

Die Lage des freien Baugründstücks unmittelbar neben dem Baugebiet In Natura 2020 Auf dem Bienroth ist für die Stadt ein Glücksfall.

Davon sind Bürgermeister Alexander Simon und Mitarbeiter Klaus Hauswald, zuständig für Eppsteins Liegenschaften, überzeugt, die am Montag das jüngste Vermarktungsprojekt der Stadt unter einem großen Kastanienbaum auf dem Gelände vorstellten: Das 698 Quadratmeter große Grundstück ist seit einigen Tagen im Rahmen eines Bieterverfahrens im Netz. Die ersten Angebote liegen bereits vor, berichtete Hauswald, bis 30. September können Gebote eingereicht werden. Das Mindestgebot betrage 400 000 Euro. Verkauft wird an den Meistbietenden. So hat es die Stadtverordnetenversammlung festgelegt. Mit dem Erlös will die Stadt ihr Haushaltsdefizit ausgleichen.

Um Kritik vorzubeugen betonte Simon, der Grundstücksverkauf zum Haushaltsausgleich solle nicht zur Regel werden und sei eine Ausnahme. In diesem Fall bot er sich an, da unmittelbar nebenan gerade das Neubaugebiet Am Bienroth entsteht. Von den 33 Grundstücken sind laut Simon bis auf eines alle verkauft, die meisten werden bebaut, etwa ein Drittel der Häuser ist bereits bewohnt. Darunter sind viele Familien mit kleinen Kindern.

Dem geplanten Verkauf vorausgegangen ist eine Änderung des Bebauungsplans „Auf dem Wingertsberg“ vor einigen Jahren und ein Grundstückstausch mit dem Energieversorger Syna. Die Syna hat ein Trafohaus von dem Grundstück an die neue Anwohnerstraße verlegt und damit den Platz für eine Garage freigemacht. Dank seiner Lage als Eckgrundstück im Zwickel zwischen der Straße Auf dem Wingertsberg und der neuen Anwohnerstraße Auf dem Bienroth biete es „einen traumhaften Ausblick“, wirbt Simon.

Baugrundstück ist ein „Sahnestückchen“

Ähnlich wie Auf dem Wingertsberg versucht die Stadt in allen Stadtteilen mit Änderung alter Bebauungspläne aktuelle Bautrends aufzugreifen und modernen Bedürfnissen gerecht zu werden, beispielsweise durch die Genehmigung der Dachaufstockung, den Bau von Gauben, den Einbau einer zweiten Wohnung oder der Schaffung zusätzlicher Grundstücke am Rand eines Wohngebiets.

Das Liegenschaftsamt bereitet nicht nur Verkäufe vor – wobei der Verkauf eines erschlossenen Baugrundstücks in hervorragender Wohnlage auch für die Stadt etwas Besonderes sei, „ein Sahnestückchen“, im Vergleich zum Alltagsgeschäft, bestätigt Simon. Auch Grundstückskäufe werden getätigt, Pachtverträge überarbeitet, beschreibt Hauswald sein Aufgabengebiet bei der Stadt.

So habe die Stadt ganz aktuell 1,8 Hektar Wald- und Wiesengrundstücke gekauft, berichtete der Bürgermeister. Es handele sich dabei um kein zusammenhängendes Areal, sondern zum Teil nur um 200 Quadratmeter große Flächen. Einige nutzen der Stadt, um eigene Flächen zu arrondieren, andere Grundstücke will die Stadt für künftige Ausgleichsmaßnahmen vorhalten, führte Simon aus.

Auch Privatwald versuche die Stadt, wenn möglich, zu kaufen, damit sie im Rahmen des Forstwirtschaftsplanes nachhaltig bewirtschaftet werden. Insbesondere in Ehlhalten und in Bremthal gebe es private Waldstücke, oft im Besitz von weit verstreut wohnenden Erbengemeinschaften, die dringend durchforstet werden müssten.bpa

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