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Eppsteiner Stadtwache verstärkt sich mit neuem Musketier

Musketier Leander Kuhlisch, Klaus Becker, Sabine Prösamer, Walter Boss, Hauptmann Klaus Wilke und Bürgermeister Alexander Simon (v.l.) im Mainzer Keller.Foto: Julia Palmert

Seit Frühjahr 2018 ist Leander Kuhlisch fast täglich auf der Burg unterwegs, jetzt wurde Eppsteins Kastellan quasi geadelt und zum Musketier der Stadtwache befördert.

Bei der Familienfeier im Mainzer Keller, dem Quartier der rüstigen Truppe, trat er in der rot-weißen Uniform der Eppsteiner Stadtwache, ausgestattet mit Degen und federgeschmücktem Hut an und legte vor Hauptmann Klaus Wilke und Schultheiß Alexander Simon den humorvollen Diensteid ab. Dabei versprach er, „die Tore in guter Hut zu halten, den Feind niemalen hereinzulassen und vom Freund einen tüchtigen Pflasterzoll zu erheben“.

Simon freute sich, dass die Stadt Eppstein mit den Eheleuten Kuhlisch ein engagiertes Paar für den Posten auf der Burg gefunden habe: „Vom ersten Tag an, waren Sie voll dabei und sind nun nach dem Burgverein auch offiziell bei der Stadtwache angekommen.“ Die 1968 zur 650-Jahr-Feier gegründete Eppsteiner Repräsentationsgarde ist über Zuwachs froh, denn fürs Prangerfest, die Bewirtung bei den Burgfestspielen und so manche Handwerkerarbeiten auf der Burg werden immer zupackende Hände gebraucht. Im vergangenen Jahr wurde der marode Boden im Vereinsquartier auf der Burg erneuert. Dabei wurde auch eine neue indirekte Beleuchtung im Gewölbekeller vorbereitet. „Aber so lange die Wände feucht sind, weil die Abdeckung über dem Ausgrabungsort zwischen Mainzer Keller und Juchhebau nur provisorisch ist, macht es keinen Sinn für uns, die Wände zu renovieren,“ erklärte Wilke und hofft, dass die Baustelle im nächsten Jahr abgedichtet und der Mietvertrag mit der Stadt verlängert wird.

Bei der Weihnachtsfeier der 17 Mitglieder und ihrer Familien wurde am Samstagabend auch Marketenderin Sabine Prösamer geehrt. Die 52-jährige Enkelin des legendären Gründers Heinz Oppermann wurde schon als Baby in die Truppe aufgenommen, konnte gerade laufen, als die Feiern zur Stadterhebung das Städtchen in Atem hielten und marschierte als einjähriger Steppke tapfer bei den Umzügen mit, erinnert sich ihr Vater Hermann Prösamer. Klaus Wilke freute sich, ihr die Goldene Vereinsnadel für 50-jährige Mitgliedschaft zu überreichen.

Als Jugendliche sei es schon manchmal lästig gewesen, beim Hessentag oder anderen Festen in der Tracht der Marketenderin mitzumachen, erinnert sich Sabine Prösamer, die inzwischen in Kriftel lebt. „Ich bin von klein auf in Vereinen groß geworden, die Erinnerung an meinen Opa hat mich dann doch immer wieder bewogen, dabei zu bleiben“, erklärt sie. Inzwischen ist die vierte Generation bei der Familienfeier dabei.

Im Dienst ergraut, aber immer noch zur Stelle, wenn die Stadtwache ruft, sind die Stabfähnriche Klaus Becker und Walter Boss. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden sie mit der Silbernen Ehrennadel geehrt. Gemeinsame Fahrten – in diesem Jahr nach Coburg und Hochheim – schweißen die Truppe zusammen. Die Bewirtung der Besucher bei den Burgfestspielen habe wieder reibungslos geklappt. Wie in jedem Jahr hat die Stadtwache das Lösegeld für die Delinquenten beim Prangerfest verdoppelt und spendet es gemeinnützigen Zwecken. Der Verein Miteinander-Füreinander Eppstein kann sich diesmal über 340 Euro freuen.

Zum Abschluss des Vereinsjahres besteigen die Stadtwächter am Weihnachtsmarkt-Sonntag den Bergfied, um die bengalische Beleuchtung für die Besucher zu entfachen.jp

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