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Drei Partner bei der Seniorenberatung

Vor dem Gang ins Rathaus mit der Bitte um Unterstützung, scheuen sich insbesondere ältere Menschen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Erschwert wurde die städtische Seniorenarbeit, weil nach dem Weggang der zuletzt für ambulante Seniorenberatung zuständigen Kollegin keine Nachfolge gefunden wurde. Ein Grund sei möglicherweise die Tatsache, dass die Stadt die aufsuchende Seniorenarbeit als Teilzeitstelle vergibt, vermutet Sozialdezernentin Sabine Bergold. Die Stadt geht deshalb schon seit einigen Monaten neue Wege.

In der vorigen Sitzung des Sozialausschusses stellte Bergold ein neues Konzept vor, das sie zusammen mit zwei neuen Partnern für die Seniorenarbeit erstellt hat.

Im Mai übernahm das Familienzentrum der evangelischen Talkirchengemeinde in der Burgstraße 55 für eine Übergangszeit die Aufgaben der aufsuchenden Seniorenarbeit. Künftig steigt das Deutsche Rote Kreuz in seinem Büro in der Hauptstraße 72 als dritter Partner ein. Der Eppsteiner DRK-Ortsverein beschäftigt schon seit 2013 zwei Mitarbeiterinnen, die neben ihrer Arbeit in der DRK-Geschäftsstelle auch aufsuchende Seniorenarbeit leisten. Künftig übernehmen die drei Mitarbeiterinnen dieser beiden Einrichtungen Aufgaben der städtischen Seniorenarbeit.

Die Aktivitäten werden von einer städtischen Mitarbeiterin im Rathaus koordiniert. Die Kollegen des Familienzentrums und des DRK sind bei ihren jeweiligen Trägern angestellt, erhalten aber für ihre Leistungen als Seniorenberater einen festen Stundensatz. Den wöchentlichen Aufwand schätzen die drei Einrichtungen auf maximal zwölf Stunden.

Sowohl im Familienzentrum als auch im DRK-Büro habe man die Erfahrung gemacht, dass die Hemmschwelle der älteren Menschen vor ihren Einrichtungen niedriger ist, und sie lieber dort Rat und Hilfe suchen als im Rathaus.

Die Stadt ist überzeugt, dass es so gelingt, vorhandene Strukturen in der Stadt noch weiter zu vernetzen und dennoch als Aufgabenträger die Steuerung der Seniorenberatung nicht aus der Hand zu geben.

Dabei hat Bergold auch die Finanzierung im Blick. Für Seniorenarbeit gibt es Fördermittel vom Main-Taunus-Kreis. Die will die Stadt fürs nächste Jahr beantragen, „denn mit dem neuen Konzept erfüllen wir die Voraussetzungen“, ist Bergold überzeugt. Sie hofft, dass die Vereinbarung zum 1. Januar steht. Die Zusammenarbeit funktioniere schon jetzt sehr gut.

Die Kooperationsvereinbarung hält Details fest, beispielsweise die Aufgaben einer Beratungsstelle und welche Leistungen gefördert werden. Zum Beispiel Gespräche über Hilfsangebote und Hilfe bei Anträgen. Anders als in großen Städten funktioniert in Eppstein in vielen Fällen der familiäre Zusammenhalt und die Nachbarschaftshilfe. Trotzdem muss je nach Problem, die Zusammenarbeit mit Sozialhilfeträgern, Gesundheitsamt, Krankenkassen, Nachbarschaftshilfen, ambulanten Diensten und Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten und Krankenhäusern organisiert werden. Für die Zuschüsse aus dem Landratsamt muss die Beratung genau dokumentiert werden.bpa

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