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Reformationstag in Eppstein

Feierlicher Gottesdienst mit Musik in der Talkirche.Foto: privat

„Es war beinahe wie an Weihnachten“, schwärmte Pfarrerin Heike Schuffenhauer. Die Bankreihen in der Talkirche waren beim festlichen Gottesdienst zum Jubiläum am Reformationstag so dicht besetzt wie sonst an den hohen Feiertagen.

Eppsteins Christen feierten in ökumenischer Gemeinschaft.

So freute sich Pfarrer Moritz Mittag von der evangelischen Emmausgemeinde in Bremthal, dass unter den vielen Menschen, die am Sonntag zum Festgottesdienst kamen auch zahlreiche Katholiken waren, die sich für das Thema seiner Predigt über „Thesen, die die Welt verändern“ und die historische Dimension von Luthers 95 Thesen interessierten oder „uns einfach gratulieren wollten“, sagte Mittag.

Pater Gaspar Minja von der katholischen Gemeinde hob in seinem Grußwort im Gottesdienst in der Talkirche hervor, dass es darauf ankomme, als Christen zusammenzuhalten und gemeinsam den christlichen Glauben zu bekunden.

Der Chor „Vox Vallis“ der Talkirchengemeinde sowie der evangelische Singkreis aus Kriftel, beide unter Leitung von Kristel Neitsov-Mauer, gestalteten gemeinsam mit Instrumental- und Gesangssolisten die Feier in Alt-Eppstein musikalisch. Sie brachten Ausschnitte der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ von Johann Sebastian Bach zu Gehör.

In ihrer Predigt ermutigte Heike Schuffenhauer dazu, Hoffnung weiterzugeben und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Dabei nahm sie auch auf das neue Familienzentrum Bezug, das die Gemeinde in diesem Jahr ins Leben gerufen hat.

Die Emmausgemeinde habe keinen Jubelgottesdienst gefeiert, sondern nachdenklich, im Bewusstsein der vielen Verletzungen in der Folge der Reformation, aber auch im Bewusstsein der bleibenden Errungenschaften, „wie die Stellung des Menschen vor Gott und die theologische Begründung, die schließlich zu den persönlichen Freiheitsrechten für alle Menschen geführt habe“, führte Mittag aus.

Am Nachmittag des Reformationstages beteiligte sich der Eppsteiner Posaunenchor an einer bundesweiten Aktion und brachte genau um 15.17 Uhr über den Dächern Eppsteins das bekannte Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ vom Rondell am Burgaufgang aus zu Gehör, posaunten im wahrsten Sinne des Wortes ihre christliche Überzeugung hinaus in die Welt.

Die Emmausgemeinde ließ den Reformationstag beim gemeinsamen Kirchenkaffee ausklingen. Im Gottesdienst am kommenden Sonntag schließt Mittag seine Predigtreihe zur Reformationsdekade mit dem Thema „Erinnern für die Zukunft“ ab.

Fast zeitgleich findet um 11 Uhr in der Thomaskirche in Marxheim der zentrale Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum des Dekanats Kronberg statt.EZ

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