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Funkstille zwischen Kirche und Investor

Neben der Laurentius-Kirche sollen Seniorenwohnungen entstehen. Bisher sucht der Verwaltungsrat vergeblich nach einem Investor. Foto: Beate Palmert-Adorff

Seit etwa einem halben Jahr herrscht Funkstille. Seitdem hat Klaus Nies vom Verwaltungsrat der katholischen Pfarrei in Eppstein nichts mehr von der Walldorfer Wohnbau GmbH gehört. Nicht einmal über den Umzug des Unternehmens von Walldorf nach Langen wurde der Verwaltungsrat informiert.

Anfragen und Briefe blieben unbeantwortet.

„Dabei war dem Unternehmen von Anfang an die Problematik des Grundstücks bekannt“, sagte Nies. Wie berichtet will die katholische Pfarrei auf ihrem Kirchengrundstück zwischen Pfarrhaus und Pfarrheim eine Seniorenwohnanlage mit rund 20 Wohnungen errichten und sucht dafür einen Bauunternehmer.

Zuvor waren schon andere Investoren abgesprungen, unter anderem, weil die Kirche die notwendige Rückstaufläche für den Bau einer Tiefgarage nicht nachweisen kann und der Bau der Tiefgarage auf feuchtem Untergrund die Baukosten erhöht.

Investor für Seniorenwohnungen an der Kirche ist abgetaucht

2013 präsentierten der Verwaltungsrat der katholischen Pfarrei Eppstein und die Stadt die Idee für „Seniorenwohnungen Am Stadttor“: Auf dem Grundstück neben der Laurentius-Kirche soll eine Seniorenwohnanlage gebaut werden, dafür das Pfarrheim abgerissen und ein Mehrzweckraum in den Neubau integriert werden. Problematisch sind die geforderten Parkplätze, für die nur in einer Tiefgarage unter dem Gebäude ausreichend Platz ist. 

Denn den Bebauungsplan knüpft die Stadt an eine Bedingung: Entlang der Zufahrt zum neuen Gebäude muss eine Straße mit öffentlichen Parkplätzen gebaut und die Parkplätze der Bewohner der Anlage unterirdisch angelegt werden. Damit will die Stadt verhindern, dass durch den Wohnungsneubau die sowieso schon angespannte Parkplatzsituation in der Altstadt weiter verschärft wird. Sie soll durch die zusätzlichen öffentlichen Parkplätze sogar verbessert werden.

Wegen des hohen Grundwasserstandes und der Bachnähe fordert die Wasserschutzbehörde beim Bau einer Tiefgarage den Nachweis einer Retentionsfläche in Bachnähe. An dieser Forderung sind bereits frühere Pläne gescheitert. Die FWG lehnt den Bau grundsätzlich ab mit dem Hinweis auf den Hochwasserschutz.

Die Walldorfer Wohnbau wollte das Projekt 2017 trotzdem übernehmen und hatte auch einen externen Investor an der Hand. Bisher legte das Unternehmen jedoch noch keine Pläne vor. Seit einigen Monaten reagiert es noch nicht einmal auf Anrufe und Briefe, berichtete Nies. Er will das Projekt trotz der vielen Rückschläge nicht aufgeben: „Wir suchen weiter!“, sagte er zur Eppsteiner Zeitung und versicherte: „In einigen Monaten werden wir eine Lösung präsentieren.“    bpa

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