Die gestreifte Quelljungfer ist im Forstamt Königstein willkommen

Revierleiter Peter Lepke fotografierte den Lebensraum für Libellen im Eppsteiner Wald.

Durch die Aufarbeitung von Borkenkäferholz waren die Lebensräume für die einzige echte Waldlibelle Mitteleuropas zeitweise versperrt und wurden von den Mitarbeitern des Forstamtes nun wieder zugänglich gemacht. Mit Sorge wurde von einigen Mitarbeitern des Arbeitskreises „Libellen in Hessen“

der HGON festgestellt, dass durch den Holzeinschlag im Zuge des starken Borkenkäferbefalls bei der Fichte einige kleine Bäche im Domherrenwald in Eppstein so stark mit Bäumen und Reisig bedeckt wurden, dass die empfindliche Quelljungfer keinen Zugang mehr zu ihren Laichplätzen hatte. Die Libelle ist für ihre Entwicklung jedoch auf kleine unbewachsene Waldbäche angewiesen, die frei beflogen werden können und deren Quellregionen genügend Lockersedimente aufweisen, in die das Weibchen seine Eier ablegen kann. Oft handelt es sich dabei um sehr kleine Gewässer, die bei waldbaulichen Maßnahmen leicht übersehen werden können. Im Gegensatz zu anderen Libellenarten entwickeln sich die Larven der gestreiften Quelljungfer innerhalb von mehreren Jahren im Schlamm nahe der Quelle. Aufgrund ihrer besonderen Ansprüche kommt sie in Hessen an immer weniger Stellen vor und der Erhalt ihrer Lebensräume ist für den Fortbestand entscheidend. Nachdem die Holzerntemaßnahmen im Revier Eppstein abgeschlossen wurden, räumten der zuständige Revierleiter Peter Lepke und seine Mitarbeiter die Quellflüsse im Bereich des Kalteborns wieder vollständig frei, sodass er für die Libellen wieder zugänglich ist. Die Hauptflugzeit liegt in den Monaten Juli und August, in denen zuerst die Männchen die potentiellen Laichgewässer absuchen, bevor die Weibchen dann zur Eiablage kommen.

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