Ortsbeirat: Zabel gewinnt gegen von Hein

Der neue Ortsbeirat ohne Christian Weiser (v.li.): Marcus Berggötz, Klaus Stephan, Achim von Hein, Bärbel Oetken, Beatrix Hefter, Kristine Zabel, Matthias Kuphal, Katharina Röhrich. Foto: bpa

Der neue Ortsbeirat ohne Christian Weiser (v.li.): Marcus Berggötz, Klaus Stephan, Achim von Hein, Bärbel Oetken, Beatrix Hefter, Kristine Zabel, Matthias Kuphal, Katharina Röhrich. Foto: bpa

Die Wahl des neuen Ortsvorstandes hätte unentschieden ausgehen können: Nur acht von neun Ortsbeiratsmitgliedern kamen zur konstituierenden Sitzung am Montagabend. Doch von der stärksten Fraktion, der CDU, fehlte eines von vier Mitgliedern.

Christian Weiser hatte schon vorab mitgeteilt, dass ein lange geplanter Urlaub anstünde. So war die CDU mit Kristine Zabel, Beatrix Hefter und Neuzugang Katharina Röhrich vertreten. In Eppstein ist es eigentlich Usus, dass die stärkste Fraktion den Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin stellt. Davon ging die CDU offensichtlich aus und schickte Kristine Zabel ins Rennen. Die 77-Jährige ist seit 2021 im Ortsbeirat und bewarb sich für die Nachfolge von Ortsvorsteher Henning Quitzau.

Doch ausgerechnet vom Kooperationspartner in der Stadtverordnetenversammlung, von den Grünen, gab es Gegenwind: Achim von Hein bewarb sich ebenfalls um den ehrenamtlichen Posten. Der 71-Jährige lebt seit seiner Geburt in Vockenhausen und kennt viele Menschen. Der Diplom-Geologe ist beruflich als selbstständiger Baugutachter unterwegs und seit 2011 Mitglied im Ortsbeirat. Er habe bei der Kommunalwahl die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen können, sagte von Hein, und verstehe es als Wählerauftrag, dass er das repräsentative Amt übernehmen solle. Tatsächlich hatte von Hein mit 1119 mit Abstand die meisten kumulierten Stimmen.

Kristine Zabel wies darauf hin, dass sie durch ihre Vereinstätigkeit, zum Beispiel beim Kulturkreis, oder tägliche Spaziergänge mit dem Hund sehr viele Menschen in Vockenhausen kenne und auf Probleme angesprochen werde. Als ihr Hauptthema in den kommenden fünf Jahren nannte Zabel die Zukunft der leer stehenden Sparkassenakademie. Sie wolle dafür kämpfen, dass das Gebäude nicht abgerissen, sondern ein gutes Konzept für die künftige Nutzung entwickelt werde.

In der auf die Vorstellungsrunde folgenden geheimen Abstimmung erhielt Zabel dann tatsächlich die erforderlichen fünf Stimmen. Drei Stimmen gingen an Achim von Hein.

Außer den drei Stimmen aus der eigenen Fraktion wählten sie demnach auch zwei Vertreter anderer Fraktionen.

Neben den beiden Grünen Achim von Hein und Neuzugang Klaus Stephan gehören dem Ortsbeirat Matthias Kuphal, FWG, Marcus Berggötz, SPD, und Bärbel Oetken, FDP, an. Zabel nahm die Wahl an und übernahm die Leitung vom kommissarischen Vorsitzenden Matthias Kuphal. bpa

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