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Neue Gutachten: Sanierung der Felsen wird teuer

Wenn die Löschwasserleitung verlegt wird, wird auch die Decke der Gimbacher Straße erneuert.

 

Eppsteins Felsen verdankt die Stadt den Beinamen „Nassauische Schweiz“ und insbesondere Alt-Eppstein so manch idyllisches Plätzchen. Bei aller Schönheit sind Felswände oder Vorsprünge modernen Ansprüchen aber oft genug im Weg: Die Parkplätze in Höhe von Eppstein Foils und der Weg unterhalb des Felsens am ehemaligen Busbahnhof sind schon seit Wochen gesperrt, weil teilweise faustgroße Felsbrocken herabfallen. In der Gimbacher Straße verzögern die Untersuchungen der Felsvorsprünge die geplante Sanierung.

Für alle drei Felsen liegen der Stadt aktuelle Untersuchungsergebnisse vor, die laut Bürgermeister Alexander Simon derzeit ausgewertet werden. So viel lässt sich schon jetzt sagen: Das Ergebnis wird die Stadt Geld kosten. 

Die Felsen an den Parkbuchten in der Burg-straße müssen wohl mit einem Netz abgedeckt werden, um Passanten und parkende Autos vor herabfallendem Geröll zu schützen, gibt Simon den aktuellen Stand der Planung wieder. „Ähnlich wie die Felsen am Bahnhof werden dazu Metallanker in den Felsen getrieben und ein Stahlnetz daran befestigt“, berichtet Simon. Teuer an der Aktion ist der unsichtbare Teil, die riesigen Metalldübel, die das Netz halten, aber auch den Felsen stabilisieren. 

Am Bahnhof mussten die Anker bis zu zehn Meter tief in den Felsen gebohrt werden. „Länge und Anzahl der Anker bestimmen am Ende den Preis“, sagt Simon. Wann die Stadt diese beiden Bauprojekte angeht, sei noch völlig offen, „denn keine der beiden Maßnahmen ist im Doppelhaushalt 2017 und 2018 vorgesehen“. Deshalb bleiben Wege und Parkplätze unterhalb der beiden Felsen auch weiterhin gesperrt. 

Anders sieht es in der Gimbacher Straße aus. Die Stadt will sie für rund 800 000 Euro in den kommenden vier Jahren ausbauen, knapp die Hälfte davon ist im aktuellen Doppelhaushalt eingeplant, aber wegen des Schuldenabbaus mit einem Sperrvermerk versehen. Im Herbst will das Bauamt einen Entwurf vorlegen. Das Gutachten ergab, „dass wir Ausweichbuchten und Zufahrten nicht so anlegen können, wie wir ursprünglich wollten“, fasst Simon zusammen. Deshalb wird der Vorentwurf gerade überarbeitet. Anlass für die Sanierung ist die Lösch-wasserversorgung, die in der steil ansteigenden und engen Straße neu gebaut werden muss. Eine oberirdische Leitung war angedacht, lässt sich aber nicht realisieren. Jetzt muss die Straße aufgerissen werden, deren Pflaster sowieso sanierungsbedürftig ist. In den vergangenen Jahren wurden Schäden nur provisorisch mit Asphalt geflickt. Das hat inzwischen dazu geführt, dass die Decke zum Teil eingesunken ist.

Sobald die Pläne vorliegen, will die Stadt zu einer Bürger- und Anwohnerversammlung einladen, um das Projekt vorzustellen. Wegen der Zufahrt zum Kaisertempel gilt die Gimbacher Straße als innerörtliche Durchgangsstraße. Deshalb werden die Anlieger mit 50 Prozent an den umlagefähigen Kosten beteiligt. Bei einer reinen Anliegerstraße betrüge der Anteil der Anwohner sogar 75 Prozent. So ist es in der Straßenbeitragssatzung der Stadt festgelegt, die auf der Mustersatzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes basiert.     bpa

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