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Jugendraum wird Betreuung

Künftig bleibt das Tor zwischen Burg-Schule und Jugendcafé für die Betreuung geöffnet.

Die Stelle für Jugendarbeit ist seit dem Weggang von Jugendpflegerin Fatima Hafsaoui im vergangenen Herbst vakant, das Angebot für Jugendliche entsprechend eingeschränkt. So ist das Jugendcafé unterhalb der Burg-Schule seitdem geschlossen.

Jetzt teilte die zuständige Dezernentin, Erste Stadträtin Sabine Bergold, in der Sitzung des Sozialausschusses mit, dass das Jugendcafé dort nicht wieder geöffnet wird. Die Räume würden benötigt für das Betreuungsangebot an der Burg-Schule.

Schon seit einem Jahr werde der Pavillon von der Burgschulbetreuung zeitweise mit genutzt, weil immer mehr Grundschulkinder die Nachmittagsbetreuung besuchen. In diesem Sommer verlassen 29 Jungen und Mädchen die Burg-Schulbetreuung, 48 sind schon fürs neue Schuljahr angemeldet. Das sind mehr als drei Viertel der rund 60 Erstklässler, die in diesem Jahr aufgenommen werden. Nach den Sommerferien steigt die Zahl der Betreuungskinder auf 170 Kinder. Im laufenden Schuljahr sind es 163. Auch an der Comenius-Schule nimmt die Zahl der Betreuungskinder zu: 30 Kinder wechseln in die weiterführenden Schulen, 55 der 61 neuen Erstklässler, also 90 Prozent, sind für die Betreuung angemeldet.

Den Beschluss, das Jugendcafé am jetzigen Standort komplett aufzugeben, begründet Bergold auch damit, dass die beiden Räume in den vergangenen zwei Jahren zunehmend weniger von Jugendlichen genutzt wurden. Schon wegen der räumlichen Nähe liege es deshalb auf der Hand, das Gebäude des bisherigen Jugendcafés der Betreuung zu geben.

Auf Dauer wolle man das Angebot für ältere Jugendliche aber nicht einstampfen, betonte Bergold. Die Suche nach einer neuen Sozialarbeiterin für die Jugendarbeit sei erfolgreich gewesen, verriet Bergold. Voraussichtlich zum 1. August wird die Stelle wieder besetzt. Die neue Sozialarbeiterin erhalte den Auftrag, gemeinsam mit den Jugendlichen ein neues Konzept zu erarbeiten.

Familienzentrum offizielle Anlaufstelle für Senioren

Bergold betont, dass wieder ein Jugendcafé oder ein Jugendclub für Vockenhausen und Eppstein entstehen solle, aber letztlich müsse das die neue Jugendarbeiterin mit den Jugendlichen erarbeiten.

Im Juli wird die ebenfalls vakante Stelle für Seniorenarbeit wieder besetzt. Außer um Rentenberatung und Hilfe bei Anträgen und sozialen Hilfen für Senioren werde sich die neue Mitarbeiterin auch um andere Sozialangelegenheiten kümmern. Für die aufsuchende Seniorenarbeit arbeitet die Stadt zurzeit mit dem Familienzentrum der Talkirchengemeinde zusammen. Der Kooperationsvertrag über fünf Stunden pro Woche läuft bis September. Grundsätzlich sei es von Vorteil, wenn die Senioren mit ihren Sorgen nicht ins Rathaus, sondern an einen neutralen Ort kommen können, führte Bergold aus. Die Stadt verhandelt deshalb auch mit Trägern wie dem DRK über Verträge mit höherer Stundenzahl für die aufsuchende Seniorenberatung. Denn das Familienzentrum mit Ute Herrmann als einziger Mitarbeiterin stoße an personelle Grenzen, zumal es noch im Aufbau ist. Herrmann, die vom Sozialamt der Stadt zum Familienzentrum wechselte, freut sich über die Wertschätzung des neuen Zentrums in der Altstadt: „Wir verstehen diesen Auftrag als großen Vertrauensbeweis.“bpa

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