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Freie Wähler geben keine Empfehlung ab

Die Freien Wähler sprechen sich für keinen der beiden bisher gemeldeten Bürgermeisterkandidaten Nadja Gneupel (FDP) und Alexander Simon (CDU) aus. Zu dieser Entscheidung kamen die Mitglieder in ihrer außerordentlichen Versammlung in der vergangenen Woche.

 

Auf Einladung des FWG-Vorstands stellte Nadja Gneupel ihr Programm vor. Die Mitglieder entschieden mehrheitlich gegen eine weitere Vorstellungsrunde mit Amtsinhaber Alexander Simon. Denn die Mehrheit votierte dafür, keine Wahlempfehlung abzugeben. Das entspreche am ehesten den Überzeugungen der FWG, die unabhängig bleiben und keinem der politischen Lager zugeordnet werden wolle, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Magnus Fischer.

FWG unterstützt keinen der Kandidaten

Inhaltlich gebe es keine so grundlegenden Unterschiede der beiden Kandidaten, die eine Empfehlung rechtfertigen würde, so Fischer, stattdessen aber zwei entscheidende Punkte, die keiner der beiden Kandidaten im Sinne der FWG-Mitglieder vertrete: Die Neugestaltung der Ortsmitte Vockenhausen und die Bebauung des Grundstücks an der katholischen Laurentius-Kirche in Alt-Eppstein.

Für die Ortsmitte Vockenhausen wünscht sich die FWG ein Konzept, das das vorhandene Rathaus integriert. Statt Abriss und Neubau eines Rathauses, für die Gneupel und Simon eintreten, fordert die FWG die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses. Mit dem Geld, das die Stadt in den vergangenen Jahren für Pläne und Gutachten ausgegeben habe, hätte sie längst einen Teil der notwendigen Erneuerungsarbeiten im Rathaus finanziert, ist Fischer überzeugt. Die Wunschliste der möglichen Einrichtungen wie Seniorenwohnungen, Vereinsräume, Veranstaltungssaal, Einkaufsmöglichkeiten und Rathausneubau, auf die die beiden Kandidaten sich für Neubau und Umgestaltung berufen, hält die FWG für unrealistisch und fordert stattdessen eine seriöse Einschätzung dessen, was auf dem Grundstück machbar ist.

Die FWG spricht sich ganz klar gegen den Verkauf dieses städtebaulichen Filetstücks an einen Investor und die spätere Anmietung eines neuen Rathauses aus: „Da haben wir einfach Bauchgrimmen“, sagt Fischer und weist auf die Erfahrungen beim Bau des Landratsamts mit privaten Investoren hin.

Die von der katholischen Kirche vorgeschlagene Bebauung an der Laurentius-Kirche halten die FWG-Mitglieder ebenfalls für problematisch. Das für eine Bebauung ausgewiesene Areal sei Überschwemmungsgebiet und müsse als solches frei von Bebauung bleiben, führte Fischer die Position der FWG aus.

Grundsätzlich, so Fischer, begrüße die FWG die Tatsache, dass sich zwei Kandidaten zur Wahl stellen. Das sei ein Ansporn für die Bürgerinnen und Bürger, tatsächlich ihr Recht wahrzunehmen und zur Wahl zu gehen. Zur Frage, ob die FWG vielleicht doch noch einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt, sagte Fischer nur: „Wir schließen nichts aus.“

Bis zum 18. März kann sich die FWG noch Zeit lassen mit dieser Entscheidung. Bis Punkt 18 Uhr können weitere Kandidaten ihre Bewerbungen bei der Stadt einreichen. Wahlvorschläge von Parteien oder Wählergruppen und von unabhängigen Kandidaten müssen von mindestens 74 Wahlberechtigten eigenhändig unterzeichnet sein, das sind zweimal so viele Unterschriften wie die Stadtverordnetenversammlung Mitglieder hat, nämlich 37. bpa

 

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