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Kulturkreis will jungen Menschen ein eigenes Forum bieten

Kreativkurse gehören seit vielen Jahren zum festen Programm des Kulturkreises. Elma Stiebeling leitete viele davon. Foto: KKE

Kultur ist in Eppstein Ehrensache.

Vor 40 Jahren entschied sich Richard Hofmann, damals erster Bürgermeister der neuen Stadt Eppstein, gegen ein städtisches Kulturamt – Geld für Personal war in der Burgstadt immer knapp – und lud die Eppsteiner ein, das Kulturangebot über einen Verein selbst auf die Beine zu stellen. Unter dem Motto „Bürger machen Kultur für Bürger“ engagierten sich damals 52 Frauen und Männer und gründeten ein Jahr darauf, im Frühjahr 1980, den Kulturkreis Eppstein (KKE). Bis heute organisieren Bürger Kulturveranstaltungen in Eppstein auf ehrenamtlicher Basis.

Sein Jubiläum im nächsten Jahr will der Kulturkreis mit einem besonderen Jubiläumsprogramm feiern. Mit jährlich 30 unterschiedlichen Kursangeboten, rund 100 Veranstaltungen in den vergangenen drei Jahren mit mehr als 6000 Gästen sei der Kulturkreis sehr erfolgreich, zieht der Erste Vorsitzende Horst Winterer Bilanz. Obwohl das kulturelle Angebot in der Burgstadt durch die Aktivitäten anderer Vereine, Kirchengemeinden und der Stadt viel größer sei als vor 40 Jahren, werden Veranstaltungen des KKE gut besucht.

Alleinstellungsmerkmale sind besondere Angebote wie das Holzbildhauer-Symposium, die Saxdays und der Künstlerwettbewerb. Als Dachorganisation bietet der KKE Treffs und Arbeitskreisen wie Fotogruppen, Literaturkreis, Bridge Treff, Klöppelgruppe, und Mittelalterchor, die Möglichkeit, ihre Ideen zu entfalten.

Der Verein hat rund 600 Mitglieder, etwa 25 sind im Vorstand und in den einzelnen Abteilungen aktiv. Das Jubiläum ist für Winterer auch ein Anlass, „die Eppsteiner dazu aufzurufen, sich einzubringen, um den Kulturkreis zu erneuern“.

Denn viele aktive Mitglieder sind im fortgeschrittenen Alter: Die Gruppe der 65- bis 85-Jährigen ist zahlenmäßig die größte, auch unter den aktiven Mitgliedern. „Ein Generationswechsel steht an“, betont Winterer. Er ist 76 Jahre alt und führt den Verein seit 16 Jahren. Kassierer Dieter Hielscher ist 82 und will im nächsten Jahr sein Amt nach 20 Jahren abgeben.

Deshalb lädt der Kulturkreis am Mittwoch, 24. April, um 19 Uhr Bürgerinnen und Bürger in die Wunderbar Weite Welt im Stadtbahnhof ein, die bereit sind, im Kulturkreis Aufgaben zu übernehmen. Zunächst wird Verstärkung für die Teams für die Fachgebiete Musik Literatur, Kindertheater, Kurse, Vorträge und Führungen gesucht, aber auch Hilfe bei digitalen Medien und Veranstaltungstechnik. „Wir laufen sonst Gefahr, dass die über 70-Jährigen ein Programm für ihresgleichen machen. Damit erreichen wir die jungen Menschen nicht“, sagt Winterer.

Ein neues Projekt könnte eine Veranstaltung sein, die junge Menschen selbst organisieren, schlägt Winterer vor. „Wir lassen sie dabei nicht allein, es muss aber auch nicht gleich perfekt sein.“

Von Anfang an war die Stadt im Vorstand vertreten. Als Kulturdezernentin ist heute die Erste Stadträtin Sabine Bergold zuständig. Sie will eine Brücke zur Jugendarbeit der Stadt schlagen. Die neuen Jugendarbeiter der Stadt könnten den Kontakt vermitteln und das Angebot des KKE Teil des neuen Konzepts werden, das zurzeit für die Jugendarbeit erstellt werde.

Nach 40 Jahren steht in der Mitgliederversammlung am 26. April erstmals eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages zur Diskussion. Er wurde bei der Euro-Einführung von 25 Mark auf 13 Euro aufgerundet. Damals waren sich Burgverein, Verschönerungsverein (VVE) und Kulturkreis einig, es bei einheitlichen Mitgliedsbeiträgen zu belassen. Jetzt hat der VVE den ersten Schritt gemacht und auf 24 Euro erhöht. „Damit tut sich der Kulturkreis schwer“, räumt Winterer ein und will verschiedene Vorschläge zur Diskussion stellen. Denn schließlich seien viele Eppsteiner nicht nur Mitglied in einem Verein.bpa

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