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Silberjubiläum in der Talkirche gefeiert

Heike Schuffenhauer, Anna Tyshayeva und Klaus Spory gestalteten den Festgottesdienst in der Talkirche. Foto: privat

Pfarrerin wollte Heike Schuffenhauer schon als Jugendliche werden. In der Zeit als sie sich auf die Konfirmation vorbereitete, sei der Wunsch in ihr entstanden, erinnerte sich Eppsteins Pfarrerin, die in Steinberg, einem Ortsteil von Dietzenbach, aufgewachsen ist.

Am Sonntag feierte sie mit rund 60 Gemeindemitgliedern und langjährigen Wegbegleitern ihr Gemeindejubiläum: Vor 25 Jahren trat sie die Stelle als Pfarrerin in Eppstein an. Den Festgottesdienst zu ihrem Silberjubiläum hielt sie mit dem früheren Dekan Klaus Spory. Gemeinsam hatten sie einen Gottesdienst vorbereitet und warfen sich Stichworte zu. Thema der Predigt war „aus lebendigen Steinen eine Gemeinde bauen“, in Anlehnung an den ersten Petrus-Brief. Die Pianistin Anna Tyshayeva gestaltete den musikalischen Part und spielte Solostücke auf dem Steinway-Flügel und begleitete den Gesang der Gemeinde auf dem Yamaha-Flügel, die noch vom Klavierfest in der Talkirche standen.

Den Festgottesdienst hatte Schuffenhauer auch den anderen Jubilaren der Gemeinde gewidmet: Die Stiftung wird 10 Jahre alt, der Förderverein 25. Von den zu ehrenden Gemeindemitgliedern war Traute Lassner gekommen. Seit 20 Jahren ist sie Mitglied im Kirchenvorstand. Sie ist für die Kita zuständig, Mitglied im Diakonie-Kreis und organisiert fast alle Gemeindefeste, fast immer mit Unterstützung ihrer Familie. Auch diesmal organisierte sie den Sektausschank nach dem Gottesdienst.

Heike Schuffenhauer wurde nach Theologiestudium und Vikariat am 3. Juni 1989 in Kronberg zur Pfarrerin ordiniert und trat 1993 ihre Stelle in der Talkirchengemeinde an. Allerdings erhielt sie die Stelle damals erst im zweiten Anlauf. Die Talkirchengemeinde galt als „schwierige Gemeinde mit einem hohen Pfarrer-Verschleiß“ und lehnte die Bewerber der ersten Runde ab. In der zweiten Bewerbungsrunde war Schuffenhauer die einzige Bewerberin – und bekam die Stelle. Trotz der anfänglichen Hürde sei sie sehr freundlich in Eppstein aufgenommen worden, sagt sie rückblickend. Zu ihren ersten konkreten Maßnahmen gehörte die Sanierung der Talkirche, die 1993 eingerüstet war, weil die Fassade einzustürzen drohte. Im Pfarrhaus war die Decke durchgebrochen.

Die Not brachte eines der Talente der jungen Pfarrerin zutage: Innerhalb weniger Jahre gelang es ihr, die notwendigen Spenden für die Sanierung der Talkirche zu sammeln. Auch die Gründung des Fördervereins fällt nicht zufällig in diese Zeit. Seitdem hat sie gemeinsam mit Kirchenvorstand und Förderverein eine Reihe von Projekten verwirklicht: Das Pfarrhaus im Jugendstil wurde instand gesetzt. Heute wohnt Schuffenhauer mit ihrer Frau Martina Schuffenhauer-Ochs im Obergeschoss. Der Kindergarten wurde erweitert, eine Krippe angebaut, die Orgel und der Kirchturm saniert. Die Gründung der Talkirchenstiftung 2009 geht ebenfalls auf eine Initiative der Pfarrerin zurück.

Rückschläge musste sie auch einstecken: Im sogenannten „Ritter-Streit“ um neue Gedenktafeln in der Talkirche lenkten Schuffenhauer und der Kirchenvorstand ein, damit wieder Frieden einkehrte. Auf der Haben-Seite stehen die zahlreichen Konzerte wie Abendmusik und Klavierfest, die sie fest etabliert hat.bpa

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