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Das Leben feiern

Als im Juli 1969 die amerikanische Raumkapsel Apollo 11 vom Mond aus Bilder der Erde sendete, konnte die Menschheit sehen, dass eine kleine blaue Kugel in der unermesslichen Nacht des Kosmos unsere Heimat ist, der einzige uns bekannte Wohnort des Lebens. Wer aus dieser Perspektive den Blick auf sein Leben richtet, kann das eigene Dasein nicht mehr für eine Selbstverständlichkeit halten.

Solange wir im täglichen Einerlei des Alltages gefangen sind, kann uns unser Leben banal erscheinen, wenn wir aber von außen schauen und wahrnehmen, dass wir Passagiere auf einem Staubkorn in der unendlichen Weite des Alls sind, kann es doch eigentlich nichts Erstaunlicheres geben als uns Menschen. Wir können uns von Musik berauschen lassen, Freundschaften und Beziehungen erleben, in den Farben Schönheiten sehen und in der Realität Träume erfüllen.

Wer das begreift, hat besonders an Weihnachten Grund genug, dieses Wunder zu feiern. Wir können feiern, weil wir am Leben sind, weil es gerade uns gibt, weil wir dabei sind bei diesem kurzen Sein in der Zeit, selbst wenn uns Krankheit und andere Missgeschicke manchmal die Freude darüber trüben.

Nichts verstanden haben falsche Propheten, die das Leben gering schätzen oder Lebensfreude durch dogmatische Engstirnigkeit oder verschrobene Moralvorstellungen verderben.

Wir feiern an Weihnachten das Leben, weil vor über 2000 Jahren anlässlich der Geburt eines besonderen Kindes Freude, Friede und Liebe verkündet wurde, mit der Perspektive, dass es einen Ausweg aus Unfreiheit und Tod geben könnte, dass wir mehr sind als nur ein Lichtblitz im All, der ohne Bedeutung erlischt, als hätte es uns nie gegeben.

Den Wesenskern dieser Botschaft von Weihnachten können wir auch Kindern erklären, wenn sie fragen, was in diesen Tagen gefeiert wird. Wir können ihnen eine Christbaumkugel zeigen und sie mit unserer Erde vergleichen. Dann werden sie verstehen wie zerbrechlich, aber auch wie kostbar unser Leben sein kann.

Ihr

Bernhard Heinz

(Stadtverordnetenvorsteher)

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Kommentare

Zeit, sich den "unangenehmen Realitäten" zu stellen

Sehr geehrter Herr Heinz,



ein Ereignis, das im nächsten Jahr 50 Jahre zurückliegt (21.7.1969), mit einer Christbaumkugel in Beziehung zu bringen, bedarf schon extremer Phantasie!

Es wäre aus meiner Sicht viel sinnvoller und realistischer gewesen, in 2018 den deutschen Astronauten Alexander Gerst zu zitieren, in welch erschreckendem Ausmaß wir mit unserem Planeten umgehen.

Sie haben völlig recht, uns  Menschen als "nichts Erstaunlicheres " zu beschreiben, nämlich: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das selbst seine Lebensgrundlage zerstört !!!

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Das Jahr  2018 hat vielen Menschen sehr deutlich vor Augen geführt, in welch bedrohlicher Weise sich unser Erdball zur "Wehr" setzt. Es ist endlich an der Zeit, dass sich Menschen /Politiker in Verantwortung auch "unangenehmen Realitäten" stellen !

Leider ist das Gegenteil der Fall:

Mit nichtssagenden Worthülsen Bsp. "falsche Propheten/dogmatische Engstirnigkeit"  werden solche Meinungen tituliert. Dazu passt es natürlich auch davon zu sprechen, "uns nicht von Missgeschicken  die Freude trüben zu lassen". Eppstein muss im Paradies liegen...

 

Mit freundlichen Grüßen,

Siegfried Bachert

(parteilos, 63 Jahre alt , 3 Kinder)

 

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