Kunstwerke, Schnitzeljagd und Erinnerungsfotos zum Abschied

Die Vorschulkinder der katholischen Kita in Bremthal trafen sich zum Gruppenfoto vor der Burgmauer.Foto: privat

Mit Beginn der Sommerferien heißt es für die Vorschulkinder endgültig Abschied nehmen von der Kindergartenzeit. In allen Kindergärten im Stadtgebiet markierte der Ferienbeginn den Beginn der dreiwöchigen Schließzeit.

Die Vorschulkinder feierten ihren Abschluss in den vergangenen Wochen auf unterschiedlichste Weise mit einer Gemeinsamkeit: Corona-bedingt gab es weder gemeinsame Übernachtungen noch festliche Buffets, und fast keine gemeinsamen Feste sondern häufig gruppeninterne Aktionen. Insgesamt bestätigten alle Kindergartenleitungen, die wir noch vor den Ferien erreicht haben, dass in diesem Sommer vergleichsweise wenige Kinder in die Schule wechseln.

In der Kita Niederjosbach, die seit Anfang des Jahres von Sandra Erkrath geleitet wird, präsentierten die Erzieherinnen in kleinen Ausstellungen aus der „Künstlerwerkstatt“ Arbeiten der 14 Vorschulkinder aus insgesamt vier Gruppen und feierten im von den Eltern neu gestalteten Vorgarten Abschied. Im städtischen Kindergarten Vogelgesang lernten 24 Vorschulkinder ihren Heimatort Bremthal bei einer Schnitzeljagd zu markanten Orten besser kennen. Die Eltern wurden zu offiziellen Abschiedsstunden für je zwei der vier Kita-Gruppen eingeladen.

Ein Dutzend Vorschulkinder des katholischen Kindergartens in Bremthal feierten den Abschluss der gemeinsamen Kita-Zeit auf dem Freigelände des Kindergartens. „Dass die meisten Vorschulkinder aus der Sonnengruppe kamen, machte auf Petrus offensichtlich keinen Eindruck“, berichtete einer der Väter, die Kinder mussten bei Nieselregen Abschied nehmen. Dennoch überwog die Freude. Es wurden Bilder ausgetauscht, unter anderem ein Gruppenfoto, das die Vorschulkinder vor der Burgmauer zeigt.

Als Abschiedsgeschenk überreichten die Eltern als Dankeschön ans Team einen neuen Sitzsack für den Turnraum. Sogar zwei Ausflüge waren in den vergangenen Wochen möglich: Die Kinder hatten Insektenhotels gebaut, besuchten daraufhin eine Bremthaler Imkerin und schauten sich im Gartencenter Tropica nach bienenfreundlichen Pflanzen um. Im nächsten Jahr, hofft Kita-Leiterin Gabriele Hohmeister, „können wir hoffentlich wieder gruppenübergreifend mit allen Vorschulkindern zusammen arbeiten und feiern“.

In der katholischen Kita Vockenhausen nahm mit 30 Kindern die größte Vorschulgruppe Abschied. Die eigentliche Abschiedsfeier mit Eltern fiel corona-bedingt kurz aus und wurde im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich gestaltet. Die Kinder erhielten ihre Vorschulmappen mit Bastelarbeiten und ein T-Shirt mit allen Namen der verabschiedeten Kinder. Zwei Erzieher hatten ein Rollenspiel vorbereitet, einen Dialog zwischen Vater und Sohn, um den Kindern die Angst vor der neuen Herausforderung zu nehmen.

In der Naturkita am Bündelberg Vockenhausen gibt es ohnehin nur eine Gruppe mit 20 Kindern. Dieses Jahr verlassen drei Vorschulkinder die Einrichtung. „Eigentlich ist die gesamte Kindergartenzeit auch Vorschulzeit“, meint Leiterin Kathrin Kilb. Deshalb gebe es auch keine spezielle Vorschularbeit, „aber die Kinder lernen die Farben, Formen und Zahlen zu unterscheiden“. Merkfähigkeit und Konzentration würden gestärkt und motorische Fähigkeiten geübt. Der Umgang mit dem Schnitzmesser oder einer Säge gehöre auch zum Alltag im Naturkindergarten. Der Kita-Abschied wurde mit Eisessen und einem Spielplatzbesuch gefeiert und zur Krönung gab es für jedes Kind ein Album mit Erinnerungsfotos an die Kita-Zeit.

Im Montessori-Haus in Ehlhalten bereiteten sich im vergangenen Jahr zehn Kinder auf die Schulzeit vor. Zum Abschluss der Kindergartenzeit hatten die Erzieherinnen noch einige besondere Angebote vorbereitet. Ein Besuch bei einem ortsansässigen Imker zählte dazu. Am letzten Vormittag ließen die Vorschulkinder einen „Wunschstein“ durch ihre Reihen gehen und bekamen gute Wünsche von den Jüngeren mit auf den Weg. Zum ersten Mal bei einer Abschiedsfeier dabei war auch die neue Leiterin Edeltraut Morber. Die Ehlhaltenerin hat die neue Stelle am 1. Juli angetreten. Zuvor war die Erzieherin in einer Kita des DRK in Kelkheim tätig.

Zum offiziellen Abschied der Vorschulkinder am Nachmittag waren auch die Eltern eingeladen und Teil des Abschieds-Rituals: Ein „goldener Ring“ um jedes Kind, gehalten von der Familie. Und zum Mitnehmen die Arbeiten, die im Laufe der Kindergartenzeit entstanden, sowie eine kleine Schatzkiste zur Erinnerung an das Montessori-Haus.

Ein letztes Mal noch nutzten die Vorschulkinder den Garten, gruben die „Matsch-Bar“ um, schaukelten noch einmal hoch hinaus und genossen ihr letztes Eis im Kinderhaus. bpa

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