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Kleiderkammer im Schützenhof macht Platz für Montagstreff & Co

Muhibulla Mohammadi aus Afghanistan war einer der letzten Kunden in der Kleiderkammer. Heike Bender (l.) beriet ihn bei der Hemdenauswahl.Foto: J. Palmert

Am letzten Öffnungstag waren die Regale und Kleiderständer in der Kleiderkammer des Eppsteiner Asylkreises noch gut gefüllt. Seit Monaten schon habe das Interesse an gebrauchter Kleidung, Schuhen und Hausratartikeln abgenommen, haben die Mitarbeiterinnen des Asylkreises beobachtet.

„Unsere Flüchtlinge sind inzwischen mit allem ausgestattet und neue kommen derzeit nicht nach“, erklärt Johanna Hore, die die Gruppe koordiniert. Bei Kaffee und Kuchen schauten einige Familien vorbei, um sich noch einmal umzuschauen und um Danke zu sagen.

Anfang 2016, auf dem Höhepunkt der Zuteilung von Flüchtlingen, rief der Asylkreis die Eppsteiner Bevölkerung zu Sachspenden auf, im März wurde die Kleiderkammer in der Unterkunft im Schützenhof in Bremthal gut bestückt geöffnet. Regale und ein Staubsauger wurden von den ersten Verkäufen angeschafft. Denn kostenlos sollten die gut erhaltenen Sachspenden nicht abgegeben werden. Darauf einigte sich die Gruppe nach intensiven Diskussionen, erinnerte sich Heike Bender aus Vockenhausen, die von Anfang an bei der Kleiderkammer mitmachte. Damit Kleidung oder Haushaltswaren wertgeschätzt wurden, nahm der Asylkreis geringe Beträge von den Kunden.

Alles, was jetzt nicht verkauft wurde, will die Gruppe der Kleidersammlung für Bethel überlassen, die jedes Frühjahr in Eppstein von den evangelischen Kirchengemeinden organisiert wird. Am Sonntag sichteten die Helferinnen das Lager, sortierten Spielzeug, dass vielleicht noch von Kindergruppen genutzt werden kann und packten die ersten Kisten.

Einige der neun Helferinnen wollen eine andere Aufgabe im Asylkreis übernehmen. Heike Bender beispielsweise freut sich auf die Hausaufgabenhilfe für Kinder.

Der Asylkreis will den großen Raum mit der schönen Aussicht über Bremthal im Untergeschoss der ehemaligen Gaststätte für seine vielfältigen Gruppen weiter nutzen.

Der Montagstreff hat bisher im Mädchencafé in der Verwaltungsstelle Unterschlupf gefunden, andere im Emmaus-Gemeindezentrum. Drei rote Ledersessel sind für eine gemütliche Sitzecke schon mal reserviert. Tische und Regale gibt es ebenfalls im Fundus der Kleiderkammer und Platz für die Nähmaschinen der Nähgruppe des Montagstreffs.jp

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