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GCC nimmt Fahrt auf

Der Kreis der Geehrten mit Heinz Seebold (hintere Reihe v.l.): Natalie Seebold, Maike Sickenberger, Anton Dostal, Denise Castle, Willi Kitzmann und Karin Dostal, vorne, v.li.: Julia Kleindienst und Laura Klug.Foto: Helga Mischker

Die Narren in Niederjosbach kommen in Fahrt.

Mit einem Gläschen Sekt begrüßte der Gusbacher Carneval Club (GCC) vergangenen Sonntag seine Senatoren und viele geladene Gäste: die Crème de la Crème der Karnevalisten aus Wiesbaden und Hofheim sowie die politische Prominenz der Burgstadt zählten dazu. Zum 25. Mal jährte sich dieses Jahr der Senatorenempfang – so lange gibt es die Möglichkeit, dem Verein als Senator beizutreten.

Inzwischen fördern stolze 37 „Senatsmitglieder“ den Verein, der 1981 gegründet wurde und dank seiner Garden und seines närrischen Engagements weit über die Grenzen Eppsteins hinaus bekannt ist: Zwei Prunksitzungen am 16. Februar und 3. März stehen bevor, zudem Jugend in der Bütt am 17. Februar und der Umzug am Fastnachtsdienstag mit lustigem Treiben im Bürgersaal hinterher.

Heinz Seebold, immer schon Sitzungspräsident und langjähriger Vorsitzender, führte mit Helau und Mutterwitz durchs Programm. Da war nichts einstudiert, das karnevalistische Urgestein babbelte wie ihm der Schnabel gewachsen war. „Es gibt Narren, die spielen Fastnacht, wir leben die Fastnacht“, stellte er klar. „Theater spielen wir auf der Bühne“.

Das Publikum ging in bester Stimmung mit. Angeheizt durch fetzige Musik gaben die Garden Kostproben ihres Könnens. Die „Solaris“ wirbelten über die Bühne, außerdem die „Roten Tatongkas“, „Schmetterlinge“ und „Delphine“ in einer gemischten Gruppe. Den ganz großen Auftritt haben sie bei den Prunksitzungen.

Neben „25 Jahre GCC Senatoren“ feierte auch die Goldene Narrenkappe 25. Jubiläum – die höchste Auszeichnung, die der Verein an verdiente Vereinsmitglieder zu vergeben hat. Sie wurde Senator Willi Kitzmann verliehen, außerdem freuten sich Julia Kleindienst und Natalie Seebold über diese Ehrung.

Kitzmann, mit 53 Jahren eher Späteinsteiger beim Karneval, ist seit 2003 dabei und lieferte seitdem jedes Jahr eine Rede für die Bütt. Ansonsten steht er parat, falls der Verein ihn braucht. Auch Kleindienst und Seebold-Tochter Natalie – beide seit dem Kindesalter mit dabei – packen an, wo es nötig ist. Kleindienst ist außerdem seit Jahren Schriftführerin, darüber hinaus Betreuerin und Tänzerin der Solaris-Garde; Natalie, Solotänzerin, trainiert die Mäuse-Garde im Alter zwischen fünf und elf Jahren.

„Güldenes Gehänge“ als geflügeltes Wort

Auch die Hoheiten aus Wiesbaden, Robin I. (15) und Sophia I. (13), unter Geleit von Prinzenzofe Sigrid Rybold von der Karneval-Dachorganisation, kamen auf die Bühne, außerdem Ambett XXX. Kathrin aus Hofheim, Regentin von Fell und Gefieder. Auch Landrat Michael Cyriax folgte der Einladung in den Vereinssaal mit seiner siebenjährigen Tochter Sarah.

Der Fischbacher Wolfgang Sauer sprach über die langjährige Freundschaft, die ihn mit Seebold verbindet und entrollte ein riesiges Transparent mit einem Foto des Vorsitzenden – das Motiv aus dem Buch „Eppsteiner Begegnungen“ – mit dem Text „Fischbach grüßt ‚den Besten’“. Sauer wurde dieses Jahr in die Reihe der Senatoren aufgenommen ebenso wie Bernd Nell aus der Familie der Wagenmeister.

Für 22-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt. Anton Dostal, Maike Sickenberger, Laura Klug, Sakalz Klug, Alena Klug, Julia Kleindienst, Jessika Weber, Sanya Schörz sowie Karin Dostal erhielten die Ehrennadel. Ihre Verbundenheit mit dem Verein versicherten Bürgermeister Alexander Simon, Ortsvorsteherin Andrea Sehr, Bernhard Heinz, Thomas Dürrich, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins, sowie Bürgermeister-Kandidatin Nadja Gneupel. Gneupel tanzte einst selbst bei den Roten Tatongkas: „Ich habe jetzt ein ganz anderes Gefühl hier oben zu stehen und in die strahlenden Gesichter zu sehen, sonst habe ich nur auf die Schritte geachtet“, gestand Simons Gegenkandidatin.

Sehr ist eine Reihe von Wortpaaren mit dem Gusbacher „G“ zu verdanken wie „gerippte Gaumenfreude“, „große Gönner“ oder „güldenes Gehänge“ in Anspielung auf die hochdekorierten Senatoren und ihre Orden. „Gut gesessen“ hielt her für die neue Bestuhlung des Vereinssaals mit gepolsterten Stühlen, die laut Seebold doch bitte sauber bleiben sollten. Am Revers und um den Hals reichlich bestückt, wurde der Frontmann des GCC „der mit den güldenen Gehängen“ zur Redensart bei manchem Akteur, der kurz nach Worten suchen musste. „Geiter go“ – weiter so –, gab Sehr als Losung für den GCC aus. mi

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