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Frühstück mit Wasserspielen

Kinder plantschen und spielten am Rathausbrunnen, „multikulti“ in Geschlecht und Nationalität, unbekümmert und fröhlich miteinander, während ihre Mütter es sich beim Internationalen Frauenfrühstück gut gehen ließen.Foto: Claudia Papenhausen

Das erste internationale Frauenfrühstück am vergangenen Samstag im Blauen Saal in Vockenhausen war ein voller Erfolg. Trotz einiger krankheitsbedingter Absagen zählte Eppsteins Frauenbeauftragte Gabriele Sutor am Ende knapp 100 Frauen und Kinder, die sich an einem abwechslungsreichen und gut bestückten Buffet bedienten: Syrisches Kichererbsenmus, afrikanische Fladen und Eppsteiner Honig standen neben verschiedenen Marmeladen, vielen Salaten und Brotsorten.

Sogar Bircher Müsli gab es, „weil meine Großmutter Schweizerin war“, verrät Sutor, die das Frauenfrühstück in Eppstein zum ersten Mal organisierte.

Schnell hatten sich die Gr uppen gemischt und an allen Tischen plauderten Frauen unterschiedlichster Nationalitäten und aus verschiedenen Kulturkreisen angeregt miteinander. Die größeren Kinder eroberten während dessen den Brunnen vor dem Rathaus.

„Jede Frau hat etwas mitgebracht“, sagte Sutor, „dadurch war die Teilnahme kostenlos und das Treffen gut finanzierbar“.

Frauen genossen gemeinsames Frühstück

Plakate und Werbung waren selbst entworfen und wie Brötchen und Getränke aus dem Budget der Gleichstellungsbeauftragten und des Asylkreises bezahlt.

Die 18-jährige Syrerin Heba war mit ihrer Patin Renate Knüpf von der Kleiderkammer des Asylkreises gekommen. Heba lebt seit etwa einem Jahr in Eppstein und erzählt, dass sie fast genauso lange in der Kleiderkammer mithilft: „Ich wollte möglichst schnell deutsch lernen. Die Arbeit in der Kleiderkammer hat mir sehr geholfen.“

Heike Bender hat die Syrerin Gamela und ihre vier Kinder aus Niederjosbach mitgebracht. Die Tische hatte Sutor zunächst für acht Personen gedeckt. Schnell saßen zehn bis zwölf Frauen um einen Tisch und plauderten ohne Unterlass. Einige Frauen blieben nur bis 11 Uhr, andere kamen erst später dazu.

Sutor und ihre Helferinnen erhielten durchweg Lob für die Organisation. Viele wünschten sich eine Wiederholung. „Es wäre schön, wenn dann auch mehr Frauen aus England, Italien,Ex-Jugoslawien oder der Türkei kommen wür-den“, meinte eine Teilnehmerin. Denn der Asylkreis und seine Schützlinge folgten der Einladung gern, „aber wir sind ja offen für alle Nationalitäten“, meinte Heike Bender, die im Asylkreis mithilft.

Der Aufforderung der Tanzgruppe Halayfolgten die Frauen nur zögernd, aber schließlich weitete sich die Runde der Tänzerinnen mehr und mehr aus.

Auf einem Tisch an der Tür hatte die Gleichstellungsbeauftragte Flyer und Info-Zettel ausgelegt über unterschiedliche Angebotefür Frauen. Von Broschüren über ein „freies Leben – ohne Gewalt“ der Frauenorganisa-tion Terre des Femmes bis zu Kulturveranstaltungen im Main-Taunus-Kreis reichte das Spektrum.

Als das Frühstück gegen 13 Uhr endete, blieben viele Frauen und halfen beim Aufräumen und Fegen mit. „Das hat alles reibungslos geklappt“, freut sich Sutor. bpa

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