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Flohmarkt als Happening

Funde aus Keller, Kinderzimmer und Kleiderschrank boten die Flohmarkthändler an.Foto: mi

Funde aus Keller, Kinderzimmer und Kleiderschrank boten die Flohmarkthändler an.Foto: mi

Eine Idee zieht Kreise: Voriges Jahr noch verkaufte das Repair-Café die gespendeten Fahrräder ohne Begleitprogramm auf dem Parkplatz der St. Laurentius-Gemeinde.

Anhand der rasanten Nachfrage ließ sich ablesen, dass eine solche Aktion ausbaufähig ist. Vergangenen Sonntag fand der Fahrradverkauf nun auf dem Eppsteiner Bahnhofsvorplatz als Flohmarkt mit Bewirtung durch die TSG Eppstein statt. 33 private Händler waren dem Aufruf des Repair-Cafés gefolgt und boten an ihren Ständen einen bunten Mix an Fundsachen aus Keller, Kinderzimmer und Dachboden an.

Innerhalb einer Stunde verkaufte das Repair-Café 14 seiner 16 Fahrräder. Sie waren vorher von den „Fahrradfrauen“ Nicole Köhler und Sabine Küst fahrtüchtig und verkehrssicher gemacht worden.

„Die Fahrräder sind zehn Jahre alt oder älter und daher sehr günstig zu haben“, informierte Köhler. „Der Sinn ist, alte Dinge im Kreislauf zu halten und nicht gleich wegzuwerfen“, sagte der Pressesprecher des Repair-Cafés, Christoph Herold, „außerdem ist der Flohmarkt als Treffpunkt gedacht“.

Fahrräder reparieren statt wegwerfen

An den Ständen herrschte trotz des Temperatursturzes am vergangenen Wochenende reges Treiben. Die Menschen hielten ein Schwätzchen hier, ein Schwätzchen da – und es wurde gehandelt. Fatimas Hand aus Silber wanderte für 1,50 statt für zwei Euro über den Tresen. „Kindersachen, Modeschmuck und Haushaltsgeräte gehen besonders gut“, beobachtete Ute Hiemann aus Bremthal. Ihre Standnachbarin erklärte: „Ich minimiere mich gerade, ich brauche nur noch das, was mir wichtig ist.“

Wolfgang Büttner von der TSG Eppstein sorgte in Zusammenarbeit mit dem Platzwart und weiteren Helfern für eine Auswahl an heißen und kalten Getränken sowie selbstgebackenen Kuchen, belegten Brötchen und heißen Würstchen. Seine Bilanz dieser Veranstaltung ist positiv, auch wenn der Betrieb am Stand nur schleppend anlief.

Das Repair-Café, das jeden dritten Samstag im Monat am Pfarrheim von St. Laurentius stattfindet, erhob jeweils eine Standgebühr und hatte die Einnahmen aus dem Verkauf der Fahrräder. Mit diesem Geld sollen neue Werkzeuge angeschafft und ein soziales Projekt gefördert werden. „Vergangenes Jahr haben wir das Geld dem Förderverein der St. Laurentius-Gemeinde für ein Projekt zur Diabetes-Hilfe in Afrika gespendet“, berichtete Repair-Café-Chef Arno Müller. „Ein weiterer kombinierter Flohmarkt im Herbst dieses Jahres ist bereits in Planung“, sagte er. Demnächst wollen sich die Akteure zusammensetzen und darüber beraten, ob die Veranstaltung wieder draußen stattfindet oder unabhängig vom Wetter im Bürgersaal. mi

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