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Feuerwehr Ehlhalten: Jahresempfang mit Ehrungen

Lothar Racky (li.) und Peter Schmitt (2.v.re.) ehrten Oswald Ernst, Karl-Edmund Racky und Michael Makel (v.li.). Foto: Frauke Frerichs-Gundt

Vergangenen Sonntag begrüßte die Feuerwehr Ehlhalten rund 80 Gäste bei ihrem Jahresempfang im Feuerwehrhaus. Seit 25 Jahren richtet die Wehr diesen als gemeinsamen Start ins Jahr aus.

In Ehlhalten ist der Feuerwehrverein ein Eckpfeiler des Gemeinschaftslebens.

Ortsvorsteher Michael Kilb dankte der Feuerwehr für ihre Gastfreundschaft und ihren Beitrag zu einer intakten Gemeinschaft im Ort. Eine Gemeinschaft definiere sich als soziale Gruppe mit starkem „Wir-Gefühl“, das über Generationsgrenzen hinweg zu einem gutem Zusammenhalt führe.

Wehrführer Racky gab die Termine für 2019 bekannt: Am kommenden Samstag sammelt die Jugendfeuerwehr die Tannenbäume ein und verteilt die gelben Säcke. 2019 wird der Verein das Heringsessen am 6. März ausrichten, den Vatertagsfrühschoppen am 30. Mai veranstalten und die Kerbeburschen bei der Kerbe-Eröffnung am 27. September unterstützen. Beim Schlachtfest am 2. November bewirtet der Feuerwehrverein die Besucher und beim Weihnachtsmarkt am 21. Dezember werden Spießbraten, Glühwein und heißer Bierlikör serviert.

Die Ehlhaltener Feste sind über die Grenzen der Gemarkung hinaus beliebt. Deshalb wurde das Schlachtfest vergangenes Jahr vom Feuerwehrhaus in die Dattenbachhalle verlegt, um den Ansturm der Gäste zu bewältigen. Dies sei eine richtige Entscheidung gewesen, urteilte Racky, auch wenn man in einigen Punkten noch dazu lernen müsse. Bürgermeister Alexander Simon lobte in seinem Grußwort das gelungene, mehrtägige Mittelalterfest zum Stadtjubiläum. Diese Veranstaltung sei perfektes Stadtmarketing gewesen, es habe gezeigt, wie sich Menschen für ihre Stadt begeistern lassen.

Er versprach, in den kommenden zwei Jahren die Anschaffung neuer Atemschutzflaschen. Ersatzbeschaffungen sind zwar fester Bestandteil der städtischen Budgetplanung, aber die Feuerwehrvereine der Stadtgebiete erarbeiten mit ihren Aktivitäten die Finanzen für große Teile der Ausrüstung ihrer Einsatzabteilung selbst. Das Ehlhaltener „Sparschweinchen“ steuert einen erheblichen Betrag zur Finanzierung des geplanten Löschfahrzeugs LF10 bei, welches das 26 Jahre alte Tragspritzenfahrzeug TSFW ablöst.

Feiern und arbeiten wechselten sich im Feuerwehrjahr 2018 ab. Neben Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz wurden die Ehlhaltener insgesamt zu rund 30 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet gerufen. Die Wehr half auch bei einem Flächenbrand auf dem Gelände des Alteburger Marktes in Heftrich, unterstützte die Bremthaler Kollegen bei einem schweren Unfall, pumpte im Frühling Wasser aus Kellern und beseitigte Sturmschäden und Ölspuren.

Die Feuerwehrmitglieder erwarben auf zahlreichen Lehrgängen Wissen und festigten bei regelmäßigen Übungen ihr Können. Als Höhepunkte sind 2019 Brandschutzübungen mit Gasturbinen und die feuerwehrtechnische Bearbeitung eines Fahrzeuges geplant. 2018 stiegen die Kameraden mit der Drehleiter in die Höhe und ließen sich in tiefe Kanalschächte mit dem Drei-Bock ab, einem Gerät zur Tiefenrettung von Menschen.

Das TSFW geht, der 60 Jahre alte Borgwart hat es hingegen zum technischen Maskottchen der Ehlhaltener geschafft. Das 1958 gebaute Fahrzeug fuhr seine letzten Einsätze in den 70 Jahren in Niederjosbach, machte eine Odyssee durch diverse Museen bis es in Ehlhalten eine liebevolle Fangemeinde fand, die es innerhalb von zwei Jahren zum Prachtstück restaurierte. Heute verdient sich der Oldtimer sein Gnadenbrot mit Ausflugsfahrten, als Hochzeitskutsche oder als Promi-Transporter. Am Vatertag 2018 feierte die Feuerwehr den 60. Geburtstag des Borgwart mit großer Torte, einer „60 Euro Sonderaktie“ und Musik mit dem Blasorchester der Feuerwehrkapelle Villmar.

„Mir imponiert die aktive Jugendarbeit dieses Orchesters“, sagte Racky. Die Kinderfeuerwehr Ehlhalten schrumpfte 2018 vorübergehend auf drei – derzeit sind es wieder sechs Kinder. Drei oder vier Mädchen und Jungen werden in diesem Jahr dazukommen.

Für die elf Personen starke Jugendwehr wünscht sich Racky ebenfalls weitere Mitglieder; sie zählte in ihren Glanzzeiten 25 Jugendliche. Die Feuerwehr lebt aktive Gleichberechtigung. Racky freute sich über den bestandenen LKW-Führerschein einer jungen Feuerwehrfrau und wies auf die bestandenen Lehrgänge von Peter Schmitt hin, der damit aus seiner kommissarischen auf die offizielle Position des stellvertretenden Wehrführers rückt.

Am Ende der Veranstaltung ehrte Racky langjährige Mitglieder. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Joachim Racky das Goldene Brandschutzehrenabzeichen. Er trat im März 1978 in die Jugendfeuerwehr ein, wechselte im Februar 1984 zur Einsatzabteilung. Seit 1995 ist er Hauptfeuerwehrmann, in den Jahren 1984 bis 1988 arbeitete er als Ausbilder für die Jugendfeuerwehr. Als Ausschussmitglied berät er seit 2005 bei der Planung von Fahrzeugbeschaffungen. Seit drei Jahren verstärkt er das Oldtimerteam Borgward.

Für passive Mitgliedschaft wurden geehrt: Michael Makel für 25 Jahre, Oswald Ernst und Karl-Edmund Racky für 50 Jahre und Albert Ernst für 60 Jahre. „Als echter Ehlhaltener gehört man zur Feuerwehr, egal ob aktiv oder passiv“, erklärten unisono Karl-Edmund Racky und Oswald Ernst. ffg

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