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Beim Familientag der Feuerwehr war für jeden etwas dabei

Die Kinder der Kinderfeuerwehr mit ihren Urkunden (vorne); dahinter v.l.: stellv. Stadtkinderfeuerwehrwart Frank Krischner, Stadtkinderfeuerwehrwartin Jessica Menke, stellv. Wehrführer Stefan Röling, Wehrführer Thomas Morgenstern, die Geehrten Bernd Niemann, Franz-Alfred Berger, Rudi Diehl, Vereinsvorsitzende Sandra Wolter, ihre Stellvertreterin Brigitte Kleindienst, Gregor Poll (befördert), Stadtbrandinspektor Mario Mezga, stellv. Kinderwart Florian Merkowitsch und Kinderwartin Heike Lemberg.Foto: Simone Pawlitzky

Zahlreiche Freunde der Feuerwehr tummelten sich am Sonntag auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Bremthal. Der beliebte Familientag startete mit Frühschoppen und der Egeländer Blaskapelle aus Vockenhausen.

Die Kinder tobten sich auf den Hüpfburgen oder beim Bobby Car fahren aus oder löschten mit dem Schlauch ein brennendes Holzhaus. Die roten Flammen in den Fenstern klappten nach hinten, sobald der Wasserstrahl sie traf. Die Jugendfeuerwehr stellte die Flammen immer wieder geduldig auf und unterstützte die Kinder beim Halten des Schlauches bis in den späten Nachmittag hinein.

Bei den heißen Temperaturen und der brennenden Sonne, die hinter vorbeiziehenden Wolken hervorkam, suchten die kleinen und großen Besucher gerne den Schatten auf, setzten sich auf die vorbereiteten Decken und Sitzkissen unter den Baum, unter die Sonnenschirme oder in die Fahrzeughalle. Hier ließen sie es sich bei kühlen Getränken und vielen Leckereien gutgehen und genossen das Feuerwehrfest. Im Nu waren die Lose der Tombola ausverkauft und die Preise abgeholt.

Das geöffnete Löschfahrzeug wurde von vielen Kindern und Eltern unter die Lupe genommen, und was die Feuerwehr genau macht, erklärte der achtjährige Gabriel. „Retten, löschen, bergen, schützen – das sind die vier Aufgaben der Feuerwehr.“ Da waren sich auch seine Mitstreiter Georg und Juliana am Sonntag sicher und zeigten auf die Flagge mit dem runden Signet der Feuerwehr, die diese Grundtätigkeiten abbildet.

Gemeinsam mit 13 weiteren Kindern der Bremthaler Kinderfeuerwehr und insgesamt 26 verschiedenen Kinderfeuerwehren meisterten sie einen Tag zuvor die theoretischen und praktischen Übungen bei der Kinderflamme in Schwalbach. Das Benennen der vier Aufgaben mit Beispielen war die theoretische Aufgabe der Kinder im Alter von 8 Jahren, erzählte Kinderwartin Heike Lemberg. Zu den praktischen Aufgaben gehörte das Erkennen und Erklären der Hydrantenschilder, Hydranten finden, Feuerwehrknoten machen, aber auch Leinenbeutel stopfen und weit werfen.

Die Bremthaler Feuerwehrkinder bestanden ihre Aufgaben und freuten sich, als sie am Sonntag von Stadtkinderfeuerwehrwartin Jessica Menke mit einer Urkunde und Anstecknadel ausgezeichnet wurden. Gregor Poll wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert und Rudi Diehl wurde für 40 Jahre, Franz-Alfred Berger und Bernd Niemann für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein geehrt. Die Jubilare Anita Ernst, Marc Fischer und Hans-Jürgen Udner (jeweils 25 Jahre), Paul Ickstadt (50) und Gerhard Schmidt (60 Jahre Mitgliedschaft) waren nicht anwesend.

„Wasser marsch!“ Bis das Kommando vom Einsatzführer erteilt wurde, kam die Jugendfeuerwehr mit Blaulicht und Sirene im Löschfahrzeug auf das Gelände gefahren, stieg aus und bereitete alles vor, um zwei Personen zu retten und endgültig das Feuer hinter der großen Hüpfburg zu löschen. Neugierig wurde sie von vielen kleinen, aufgeregten und großen Zuschauern beobachtet. Mit „Wasser aus. Zum Abbau fertig“ wurde der Einsatz beendet und die Schläuche wieder eingerollt.

500 Schläuche aller Eppsteiner Feuerwehren hat die Bremthaler Feuerwehr mit der neuen Schlauchpflegeanlage inventarisiert, erzählte Wehrführer Thomas Morgenstern. Im Gegensatz zum 20 Jahre alten und viel kleineren Apparat, bei dem alles noch per Hand gemacht werden musste, ist die neue Anlage voll automatisiert. Sie zieht nun jeden Schlauch zur Prüfung ein, misst seine Länge und legt ihn im Kreis ab. Dann wird der Schlauch mit Wasser gefüllt und bis auf 16 bar unter Druck gesetzt. Wenn das Wasser abgelassen ist, kommt der Schlauch wieder aus der Anlage heraus auf den Wickelapparat und das Wasser wird ausgesaugt. Dann kann er gewickelt und trocken abgelegt oder sofort wieder eingesetzt werden, beschrieb Thomas Morgenstern den Vorgang. Zwölf Schläuche schaffe die Anlage pro Stunde, für die die Stadt 60 000 Euro investiert habe. Ein weiterer Vorteil sei der geringere Wasserverbrauch. Außerdem müssen die Schläuche nicht mehr in den Trockenschrank. Im Laufe des nächsten Jahres soll ein Löschfahrzeug „mit gerundeten 30 Dienstjahren” durch ein neues LF20 abgelöst werden. Die Planung und Ausschreibung laufe gerade.pw

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