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Auszeichnung für Peter Arnold: 50 Jahre ehrenamtlich tätig

Der Kreistagsvorsitzende Wolfgang Männer (li.) und Landrat Michael Cyriax überreichen Peter Arnold den Ehrenbrief.     Foto: MTK 

 

Nach der Kommunalwahl 1968 zog Peter Arnold für die SPD in den Magistrat der damaligen Stadt Eppstein ein und war mit 25 Jahren der jüngste ehrenamtliche Stadtrat Hessens. Seitdem war der gebürtige Frankfurter immer ehrenamtlich in Eppstein tätig, als Stadtrat und als stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher, von 1972 bis 1981 als Stadtverordneter, nach seinem Umzug nach Ehlhalten als Ortsbeiratsmitglied, seit 2003 wieder als Ortsgerichtsschöffe und zwölf Jahre lang als Stellvertreter im Schiedsamt.

Der Jurist, der als Staatsanwalt tätig war, war von 1986 bis 2016 Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Eppstein, Vorstandsmitglied im Verschönerungsverein und von 2007 bis 2018 Vorsitzender des Burg-vereins. Am vergangenen Donnerstag verlieh ihm Landrat Michael Cyriax im Landratsamt in Hofheim für die 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Arnold kam 1945 mit knapp zwei Jahren nach Vockenhausen. Seine Eltern zogen im letzten Kriegsjahr in den Taunus, nachdem die Wohnung im Frankfurter Westend bei einem Bombenangriff zerstört worden war. Später wohnte Arnold in Eppstein und Ehlhalten und seit 2001 mit seiner zweiten Ehefrau Christine Baldt mitten in der Eppsteiner Altstadt mit Blick zur Burg. 

Auch Bürgermeister Alexander Simon war ins Landratsamt gefahren, um Arnold persönlich zu gratulieren. Der 74-Jährige, der vor wenigen Wochen sein Amt als Vorsitzender des Burgvereins abgegeben hat und zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde, freute sich sichtlich über die Wertschätzung seines Engagements, insbesondere die Aktivitäten im Burgverein: „Unter meinem Vorsitz hat der Burgverein erstmals auch eigene Projekte in der Burg initiiert“, sagt Arnold und erinnert sich: „Da gab es natürlich auch Bedenken und Widerstand.“ Denn ursprünglich entstand der Burgverein aus einer Bürgerinitiative, die die Stadt bei der Erhaltung der Burg unterstützt. Daran, so Arnold, habe sich nichts geändert, „aber wir haben in den vergangenen Jahren auch eigene Ideen entwickelt und setzen sie gemeinsam mit der Stadt um“. 

Er habe Glück gehabt, sagt Arnold: Mit seiner ersten Projekt-idee, der Sanierung der Kemenate, lief er offene Türen beim damaligen Bürgermeister Ralf Wolter ein. 30 000 Euro stiftete der Burgverein und die Arbeitsleistung seiner Vereinsmitglieder, rund 8000 Euro, für die neue Elektrik. Gemeinsam packten Stadt und Verein das Projekt 2009 an. 

Auch die Rekultivierung des Südzwingers als Obst- und Weingarten ging auf eine Idee des Burgvereins zurück, der im Jahr 2012 dafür 50 000 Euro ausgab. 60 000 Euro investierte der Verein in die Multimediaguides. Allein 10 000 Euro kostete den Verein die digitale Vermessung der Burg. Davon profitierten nicht nur die Macher des digitalen Burg-Auftritts, sondern auch die Stadt als Besitzerin der Burg und die von ihr beauftragten Burgenforscher bei den fortlaufenden Sanierungsarbeiten und Untersuchungen an der Ruine.

Jüngstes Projekt des Burgvereins ist die neue Burgbeleuchtung. Das Konzept steht, der Antrag ist beim Amt für Denkmalschutz eingereicht. Bisher wurden 10 000 Euro investiert. Mindestens 50 000 Euro wird es kosten, Kabel zu verlegen, eine zentrale Steuerung einzubauen und Lampen, Bodenleuchten und Strahler zu installieren. Für dieses Projekt, das Arnold besonders am Herzen liegt, musste er viel Überzeugungsarbeit leisten und vor allem auf Sponsorensuche gehen. Zum einen sei es schwieriger geworden, neue Vereinsmitglieder zu gewinnen, sagt Arnold, zum anderen unterstützt der Verein mit den Mitgliedsbeiträgen die Stadt bei den laufenden Arbeiten des Sanierungsplanes. 

Um den Verein bekannter zu machen und die Burg für noch mehr Menschen zu öffnen, initiierte Arnold das erste Ritterfest vor einigen Jahren, organisierte die Mittelalteressen in der Kemenate, schuf neue Angebote beim Burgfest wie die Wein- und Sektbar im Palas, die Cocktailbar auf dem Mainzer Keller, Musik beim Frühschoppen und einen Empfang für Ehrengäste.    bpa

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