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Zum 130-jährigen Bestehen erstrahlt die Kirche in neuem Glanz

Klaus Nies (li.) und Ottmar Lang auf dem neu gezimmerten Mittelgang im Dachstuhl der Kirche. Foto: Simone Pawlitzky

Mit einem festlichen Gottesdienst zu Palmsonntag feierte die katholische Gemeinde in Bremthal die Wiedereröffnung ihrer frisch renovierten Kirche. „Sie erstrahlt heute in neuem Glanz“, eröffnete Pater Gaspar Minja die Palmsonntagsfeier vor den Türen der Kirche St. Margareta.

In einer Prozession mit geweihten Palmwedeln in die frisch gestrichene Kirche erinnerte die Gemeinde an den Einzug Jesu nach Jerusalem. Neue Lampen erhellen den Innenraum, die gereinigten Heiligenfiguren stehen auf ihren Plätzen und haben Namensschilder erhalten. In neuem Glanz erstrahlen auch die heilige Margareta und Bonifatius, die in den Innenraum der Kirche weisen.

„Der Staub von 30 Jahren wurde entfernt“, erklärte Ottmar Lang. Der Architekt war schon bei der Renovierung vor 30 Jahren dabei. Er berichtete über die aktuelle Sanierung und erzählte, dass auch die Fensterscheiben gesäubert, gerissene Scheiben ausgetauscht und Ablaufrinnen angelegt wurden, damit Kondenswasser nach außen abfließen kann.

Noch am Mittwoch vor der Wiedereröffnung der Kirche wurden zwei große neue Lautsprecher getestet. Mit der neuen Technik soll der Klang der Stimmen naturgetreuer und klarer, Stimmen besser zu hören sein, so der Architekt.

Wichtig war auch die Sicherung des Dachs, fuhr Ottmar Lang fort. Dort wurden die Balken im Mittelgang erneuert und an beiden Seiten Wege eingerichtet, Geländer befestigt und Lampen angebracht. „Alles musste durch das kleine Dachfenster befördert werden“, beschreibt Lang den Arbeitsaufwand. Schließlich erhielt der Boden eine Grundreinigung.

Ein Bremthaler Katholik machte dem Verwaltungsrat voriges Jahr den Vorschlag, die Kirche zum 130-jährigen Bestehen zu renovieren. Die Sanierungskosten übernehme ein Sponsor, berichtete Klaus Nies der Gemeinde beim Eröffnungsgottesdienst. Das Gemeindemitglied und der Spender, der einen persönlichen Bezug zur Kirche habe, wollen nicht genannt werden. „Wir respektieren diese Entscheidung. Auch über die Kosten werden keine Angaben gemacht“, erklärte das Verwaltungsratsmitglied. „Auch wenn der Spender heute nicht unter uns weilt, er hat die Kirche bereits besichtigt und war begeistert von der Ausführung.“ Die Gemeinde dankte ihm mit langanhaltendem Applaus.

Beim Sektempfang kamen die Gemeindemitglieder ins Gespräch. Albert Bommersheim war schon immer an der Kirche und ihrer Geschichte interessiert. Der gebürtige Bremthaler wuchs mit ihr auf und kennt ihre Entwicklung. In den 1970er und 1980er Jahren war er zwölf Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat. Damals wurden unter anderem Turm und Fassade der Kirche renoviert, erinnert er sich. Heute, nach gelungener Modernisierung, sei die Kirche sehr hell, nur die Akustik müsse noch nachjustiert werden, fiel ihm auf. Auch Brigitte Ickstadt ist Ur-Bremthalerin und von Kind an mit der Kirche verbunden. Die 86-Jährige, die ebenfalls viele Jahre ehrenamtlich für die Kirche gearbeitet hat, verweilte noch einen Moment im Innenraum und freute sich, dass ihre Bank immer noch da stehe: „Noch nie war es in der Kirche so schön hell.“

Klaus Nies wünschte sich, dass „die ganze Gemeinde daraus einen Impuls für die Pfarrgemeinderatswahlen im November“ ziehe. „Dafür werden dringend Kandidaten gesucht. Wichtige Entscheidungen müssen im Fusionsprozess mit den starken Gemeinden St. Peter und Paul in Hofheim und St. Vitus in Kriftel vereinbart werden.“ Da sei jeder gefordert, Eppstein stark zu vertreten. pw

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