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Auf dem Sprung ins Berufsleben

Die R10a vor ihrer Zeugnisübergabe – die Schülerinnen und Schüler kamen ohne Auto. Fotos: pw

Für die Abschlussklassen der Freiherr-vom-Stein-Schule geht ein Lebensabschnitt zu Ende. Nach fünf bis sechs Jahren gemeinsamer Zeit trennten sich am vergangenen Freitagnachmittag die Wege und die Gesamtschule verabschiedete ihre Haupt- und Realschüler.

Wegen der Abstandsregeln war schnell klar, dass auch die Abschlussfeier nicht wie gewohnt stattfinden kann. Deshalb dachten sich die Lehrer eine besondere Aktion für ihre Absolventen aus. „Damit wir wetterunabhängig den Abschied unserer Schüler auch in dieser außergewöhnlichen Zeit feiern können, haben wir uns überlegt, den feierlichen Rahmen in Form eines Autokinos zu veranstalten“, erzählte Lehrerin Kerstin Nürnberg, „und zwar eine nach Klassen gestaffelte Aktion.“

Den Anfang machten die Abschlussschüler des Hauptschulzweigs der Klassen H9a und H9b. Gemeinsam mit ihren Eltern kamen einige mit dem Auto auf das Schulgelände gefahren, die meisten waren bei den sommerlichen Temperaturen zu Fuß unterwegs und verteilten sich auf dem Lehrerparkplatz. Schüler der 9. Klassen hatten am Vormittag den Platz mit Luftballons geschmückt und das Pflaster mit farbenfrohen Mustern und Schriftzügen bemalt.

Mit dem Hit „Don’t worry, be happy“ begann die Abschiedszeremonie. Schulleiterin Sara Morawietz begrüßte die Schüler und Eltern zur ersten Outdoor-Zeugnisverleihung der Freiherr-vom-Stein-Schule. „Ungewöhnliche Situationen erfordern kreative Lösungen und wie Sie sehen war viel Kreativität am Werk.“ Im Namen der gesamten Schulgemeinde gratulierte sie zum Erfolg des Schulabschlusses. Er sei der erste Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. „Ihr seid jetzt auf dem Sprungbrett ins Berufsleben und das Schwimmbecken breitet sich vor euch aus. Ihr könnt euch jetzt freischwimmen, wagt den Sprung. Ihr habt das Zeug dazu“, gab sie ihnen mit auf den Weg.

In drei Staffeln wurden die 28 Hauptschüler und 46 Realschüler verabschiedet. Etwa ein Drittel der Hauptschüler erreichte einen qualifizierenden Hauptschulabschluss, dreizehn einen Hauptschulabschluss und drei einen berufsorientierten Abschluss. Acht wechseln zur Berufsfachschule oder machen die H10, zwölf entschieden sich für berufsorientierte Maßnahmen, ein Schüler für das Freiwillige Soziale Jahr, drei für eine Ausbildung. Jahrgangsbeste sind Emilia Seiler mit der Durchschnittsnote 1,4 (im BO-Abschluss), Hannah Steyer mit 2,1, beide H9a. Jan Henninger, H9b, ist Jahrgangsbester mit einem Durchschnitt von 2,0.

Berufliche Gymnasien liegen im Trend

Zweigleiter André Roselt ehrte die Schüler im Namen des Fördervereins für ihr soziales Engagement. Von ihren Mitschülern ausgewählt wurden Tayla Gol (H9a), Joséphine Kayka und Maria Riphahn (H9b). Bei den Realschülern wurden Amelie Weihrauch (R10a) und Jonah Horlacher (R10b) ausgezeichnet.

„Auch in diesem Jahr setzt sich der Trend unter den Realschülern zur Ausbildung fort“, so Zweigleiter André Roselt. Etwa 30 Prozent, genau 14 Schüler, beginnen direkt mit einer Ausbildung, zwei absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr. Drei Realschüler wechseln in eine Gymnasiale Oberstufe, zehn an ein Berufliches Gymnasium. Zwölf besuchen die Fachoberschule und fünf die Höhere Berufsfachschule oder machen einen Auslandsaufenthalt.

Jahrgangsbeste im Realschulzweig sind Svenja Bechtholdt, Tim Jungnickel und Patricia Pohl mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,3. Alle Realschüler erhielten einen Abschluss.

Von den 51 Absolventen des Gymnasialzweigs sind alle in die Einführungsphase versetzt und erhalten mit Abschluss des zehnten Schuljahres eine Gleichstellung mit dem qualifizierenden Realschulabschluss. Ein Schüler hat sich für eine Ausbildung entschieden.

Mit 27 Absolventen entschieden sich erneut mehr Gymnasiasten der Freiherr-vom-Stein-Schule für den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums als für die Gymnasiale Oberstufe (22), beispielsweise am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Höchst und der Main-Taunus-Schule in Hofheim.

Unter den Beruflichen Gymnasien haben die meisten die Brühlwiesenschule gewählt, ein Schüler wechselt zur Fachoberschule. Als Jahrgangsbeste verlässt Victoria Höfer aus der G10a mit einem Notendurchschnitt von 1,0 die Schule, aus der G10b Carsten Willenberg mit einem Durchschnitt von 2,0. pw

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