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Das passte: Wein und Gesang

Gut gelaunte Gäste genossen das Angebot der Weinstände in der Altstadt.Foto: J. Palmert

Das Wetter war besser als vorhergesagt, trotzdem waren die Stände der Winzer zumindest am Samstagabend weniger belagert als in früheren Jahren. Richtig Fahrt nahm das Weinfest erst am Sonntag auf.

Sonniges Wetter sorgte am zweiten Tag des Weinfestes für guten Umsatz bei fast allen Winzern und Weinhändlern. Viele Gäste wanderten zu Fuß oder fuhren mit dem Rad nach Alt-Eppstein, andere machten vor dem Besuch des Weinfestes einen Abstecher zum Tag der offenen Tür bei Eppstein Foils.

Und weil Wein und Gesang gut zusammenpassen, war der Gewerbeverein als Veranstalter sofort von der Idee begeistert, das erste Eppsteiner Rudelsingen mit dem Weinfest zu verbinden. Organisiert wurde es vom Familienzentrum der Talkirchengemeinde.

Mit Rad und per Pedes zum Weinfest in der Altstadt

Gabriele Gerdau hatte den Vorschlag gemacht, Rudelsingen als gemeinsames Erlebnis nach Eppstein zu holen. Pfarrerin Heike Schuffenhauer gewann Dekanatskantorin Katharina Bereiter für die Begleitmusik auf dem E-Piano und organisierte die Texte fürs Mitsingen. Die Besitzer von Smartphones konnten sie im Internet abrufen und viele fielen begeistert bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“ mit ein.Lieder wie „Wochenend’ und Sonnenschein“ oder „Griechischer Wein“ erinnerten an warme Sommertage. „Da öffnen sich die Herzen“, war Schuffenhauer überzeugt.

„Das Rudelsingen ist einfach toll“, lobte Andrea Lehmann, die die Aktion von ihrem Stand aus beobachtete. Sie war mit den badischen Weinen des Weinhaus Werner zum zweiten Mal beim Weinfest in Eppstein dabei und lobte den guten Service beim Aufbau des Marktes, bemängelte aber auch, dass die Beleuchtung am Samstagabend dürftig war: Weder die Burg noch die Linde auf dem Wernerplatz waren angestrahlt und die Toiletten schlecht ausgeschildert.

Ingrid Pluhar kam mit ihrer Familie zu Fuß von Fischbach nach Eppstein und war begeistert: „Die Aussicht von der Burg ist wunderschön und der Wein schmeckt prima!“

Andreas und Christine Malchus vom Weingut Gräff-Schmidt freuten sich genau wie die Kollegen vom Weingut Ritter über das Wiedersehen mit Stammkunden. Es seien zwar weniger Besucher unterwegs als in früheren Jahren, der Umsatz sei aber trotzdem gut, sagten sie.

Christoph und Dagmar Gräber waren mit den Töchtern Natascha und Yvonne mit dem Fahrrad aus Niederjosbach gekommen, um Wein und Traubensaft bei ihrem Stamm-Weingut Keller zu verkosten. Der angehende Winzermeister Max Wennsorski will den Betrieb übernehmen und nutzte die Gelegenheit, sich langjährigen Kunden vorzustellen.

Matthias Bug vom gleichnamigen Weingut aus dem Rheingau ist schon vom ersten Weinfest an dabei und vermisste Live-Musik und Bühnenprogramm. „Das zieht Publikum an“, ist er überzeugt. Gianna Seneca vom Weingut Venino in Wicker stellte fest, dass „wir sogar beim verregneten Weinfest vor zwei Jahren hier mehr verkauft haben als diesmal“. Neu dabei war Alexandra Zapfe von der Apfelweinkelterei Emmel: „Unser Apfelwein war sehr gefragt, dass wir auch Wein verkaufen, haben wohl viele nicht mitbekommen“, lautete ihr Fazit am Sonntag. Dafür schlug Weinkönigin Sarah Emmel dann am Sonntagnachmittag noch mal die Werbetrommel.

„Für Cocktails war das Wetter zu kalt“, stellte Michael Kietzmann vom Niedernhausener Vino della Casa fest, der an seinem Stand im 1934er Oldtimer der Marke Berliet mit sommerlichen Drinks für das breite Angebot an Gin im Stammhaus warb. Mundschenk Ramon Olivella vom neuen Weinladen Weinpresse will die Sinne seiner Kunden für gute Weine sensibilisieren und freute sich, dass „Besucher aus allen Stadtteilen zu uns gekommen sind“. Das Weinfest sei wie ein Spiegel der Eppsteiner Gesellschaft: „Dort treffen sich Menschen aller Schichten und sitzen friedlich nebeneinander.“ bpa

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