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GCC, ein Leuchtturm im Taunus

Die Bremthaler Wanderzwerge feierten: Seit 25 Jahren sind sie beim Gusbacher Karnevalsumzug dabei. Foto: Ulrich Häfner

Eines hatten der kleinste Karnevalsumzug, der GCC-Lindwurm in Niederjosbach, und der vermutlich älteste Umzug Hessens in „Klaa Paris“ in Heddernheim am Dienstag gemeinsam: Das beste Wetter des gesamten Fastnachtswochenendes.

Den Komiteewagen des GCC hatten die Wagenbauer Bernd Nell und Horst Schlappbach nach Sturm und Regen am Vortag wetterfest mit blauer Plane überdacht. Völlig unnötig, wie sich später herausstellte. Pünktlich zum Start des ersten Wagens um 14.15 Uhr rissen die Wolken auf und ließen sogar ein paar Sonnenstrahlen durchblitzen.

GCC-Chef Heinz Seebold kündigte die 33 Wagen und Fußgruppen an. Neben den Senatoren begrüßte Seebold die Bürgermeisterkandidatin der FDP, Nadja Gneupel, im Komiteewagen. „Soll keiner sagen, wir wären politisch nicht neutral“, witzelte Seebold, schließlich habe der andere Bürgermeisterkandidat, Amtsinhaber Alexander Simon, einen ganzen Wagen für sich und den Magistrat. Der führte den Karnevalszug mit dem Slogan an: „Der Magistrat fährt voran, rette sich wer kann!“

Knapp 4000 Zuschauer, schätzte Seebold, säumten den Straßenrand. Kinder stürzten sich auf Bonbons, Popcorn- und Chipstüten, die die Zugteilnehmer fleißig in die Menge warfen. Für 1100 Euro warf allein der GCC Süßigkeiten und Knabberzeug unter die Menschen. Die Vockenhäuser Hexen verteilten wie jedes Jahr Tulpen. Seebold begrüßte auch einige neue Teilnehmer: Den Carnevalverein Schierstein und die Garde des SKV Nieder-/Oberrod, die sich als Leuchttürme des Taunus verkleidet hatten. Seit 25 Jahren schon sind die Wanderzwerge, eine Gruppe aus Bremthal, dabei. Angeführt wurden sie von Knut Feix auf seinem McCormick Traktor, dessen rote Kühlerhaube mit dem Rot der Zwergenmützen konkurrierte.

Mit ohrenbetäubendem Lärm klapperten die Gusbacher Äbbelwoifass-Daubedengler aus Oberjosbach durch die Straßen, die Burgschar-Kids, angeführt von Andrea Mauer, warben: „Der Neufville-Turm hat Zukunft!“ Das Motto „Eiszeit“ stellte die Kerbegesellschaft Amor aus Bremthal mit Eisbären und einem riesigen weißen Zelt dar. Drinnen saß Ortsvorsteher Guido Ernst als König im Hermelinpelz.

Die Hippie-Zeit ließen die Sänger der Taunusliebe unter dem Motto „Taunusliebe unbeschwert singt Lieder, die man gerne hört“ aufleben.

Bunter Mix von Kostümen und farbenfrohen Motiven

„Mir spinne“, verkündete das Schild des Niederjosbacher Heimatvereins.

Der Eppsteiner Stefan Steyer (2. v.r.) fuhr in der Fischbacher Burg mit.

Erzieherinnen und Kinder der Nachmittagsbetreuung der Comenius-Schule kamen als „Schlümpfe und Co.“ Die Ruppscher-Bremthaler Faschingsfreunde mixten auf ihrem Disco-Wagen Musik für eine 90er Jahre Party zusammen. Ganz in Schwarz mit dichtem Rauch und fröhlichen Teufelchen folgte der Motivwagen von „Cut and Go“ aus Niedernhausen dem Zug. „Mir spinne“ verkündeten die Mitglieder des Geschichtsvereins Niederjosbach auf ihrem Plakat und führten Spinnrad, Spindel und Wolle mit sich. Fischbach war mit vier Gruppen vertreten, der Kerbeverein hatte eine Burg nachgebaut.

Ganz in Blau-Weiß liefen die Gardemädchen des TSV mit. Die Garden des GCC, die Knallbonbons und die Twister läuteten das Zugende ein. Die Feuerwehr bildete wie immer den Abschluss.

Aline Papilion kam mit Mann, Kindern und Freunden aus Langenhain nach Niederjosbach: „Der Umzug ist klein und überschaubar, die Stimmung ist gut, genau richtig für Kinder“, fasste sie zusammen, warum sie auch dieses Jahr wieder gern zum GCC kam. Am Vortag, erzählte sie, sei die Familie beim Umzug in Fischbach völlig durchnässt worden.

„Unser Konzept hat sich wie immer bewährt“, freute sich Heinz Seebold über den friedlichen Verlauf des Umzugs, „größer wollen wir gar nicht werden“, sagte er. Das wäre für den Verein mit 260 Mitgliedern nicht aus eigener Kraft zu stemmen. Er freue sich aber, dass es immer wieder gelinge, neue Zugteilnehmer zu gewinnen und die Menschen am Straßenrand zu begeistern. bpa

 

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