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Anna erbt und Pfarrer Fliedner ist tolerant

Die Eppsteiner Burgschauspieler umrahmen die Ausstellungseröffnung mit Szenen aus der Geschichte im 17. Jahrhundert. Hier ein Foto von den Proben im Burghof.Foto: Stadtmuseum

„Das ist eine Schande“, beklagt sich lauthals die Magd Katharina. „Ich darf nicht mehr in meine Kirche. Und darf nicht in der Erde begraben werde, wo schon meine Vorfahren begraben liegen“. Die Magd, gespielt von Andrea Mauer, verstummt ganz plötzlich.

Denn Anna von Stolberg, dargestellt von Kristin Seemayer, betritt die Burg. Rund zwanzig Burgschauspieler, darunter über zehn Kinder, spielen zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung am 13. Mai auf Burg Eppstein mit. Diesmal führt die Reise gleich in drei Jahrhunderte. Museumsleiterin Monika Rohde-Reith erweckt dank der Unterstützung der Burgschauspieler Persönlichkeiten aus Eppsteins Geschichte zum Leben. Besonders freut sie sich, dass so viele Nachwuchsschauspieler zugesagt haben. „Sie setzen sich bei den Proben mit der Historie schon intensiv auseinander und haben selbst viele Ideen.“

Um 15 Uhr eröffnet Erste Stadträtin Sabine Bergold die Jubiläumsausstellung „Rechte und Freiheit, verbürgt und gesichert“ am Internationalen Museumstag auf Burg Eppstein. Hier beginnt nun eine Reise durch 700 Jahre Stadtgeschichte. Nach der Stadtrechtsverleihung beim Neujahrsempfang und Szenen aus dem 15. Jahrhundert an Ostern geht es nun mit großen Schritten weiter. Und so begegnen die Besucher neben den protestantischen Stolbergern und katholischen Mägden auch Pfarrer Jakob Ludwig Fliedner und seiner Frau, gespielt von Albert Marthaler und Nicola Sasse. Mit dabei ist auch wieder Benjamin Peschke in der Rolle eines hessischen Verwalters in einem düsteren Kapitel der Stadtgeschichte. Es bietet sich also an, auch nach dem Muttertagsessen noch auf der Burg vorbei zu schauen und den Nachmittag im Burgmuseum und anschließend bei einem Glas Wein im Burghof zu genießen. Der Eppsteiner Mundschenk umsorgt die Gäste, und der Eintritt ist am Internationalen Museumstag frei.

Die Jubiläumsausstellung „Rechte und Freiheit, verbürgt und gesichert“ ist bis zum Ende des Jahres im Burgmuseum zu besichtigen.

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